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05.02.2012

16:21 Uhr

Business Monitor

Top-Manager geben die FDP verloren

ExklusivDie Liberalen verlieren ihre Kernwähler: Zwei Drittel der Topmanager sprechen der FDP eine Zukunft ab. Grund für die Misere sei die eklatante Führungsschwäche von Parteichef Rösler. Aber es gebe eine Alternative.

Der Vorsitzende der FDP, Philipp Rösler. dapd

Der Vorsitzende der FDP, Philipp Rösler.

FrankfurtDer FDP droht aus Sicht der Führungskräfte in Deutschland der Weg in die Bedeutungslosigkeit. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage, für die das Marktforschungsunternehmen Forsa im Auftrag des Handelsblatts 619 Topmanager der obersten Führungsebene vom 17. Januar bis 2. Februar telefonisch interviewt hat (Handelsblatt Montag-Ausgabe). Annähernd zwei Drittel (62 Prozent) sind der Meinung, die FDP habe keine politische Zukunft. Während bei der letzten Bundestagswahl noch 31 Prozent der befragten Manager nach eigenen Angaben FDP gewählt haben, würden das heute gerade noch zehn Prozent tun. 

„Wenn man zwei Drittel seiner Stammwähler verliert, muss man schon sehr viel falsch gemacht haben“, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner dem Handelsblatt. Das habe schon unmittelbar nach dem großen Wahlerfolg im September 2009 begonnen, als Westerwelle das Amt des Außenministers übernahm. „In diesem Amt aber konnte und kann man wenig für die Interessen der überwiegend mittelständischen FDP-Wähler tun“, sagt Güllner. 

Die Krise der Partei ist aus Sicht der Wirtschaftselite vor allem auf das Führungspersonal der FDP zurückzuführen, das meinen 70 Prozent der Befragten. Folglich trauen sie es dem aktuellen Parteivorsitzenden Philipp Rösler nicht zu, die Partei aus der Krise zu führen: 85 Prozent der Spitzenmanager sind überzeugt, ein anderer FDP-Vorsitzender wäre besser geeignet. Wenn es einer kann, dann Rainer Brüderle, sagen 44 Prozent aus dieser Gruppe.

Von

doh

Kommentare (10)

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Rostpartei

05.02.2012, 16:45 Uhr

Das ist das erste Hoffnungssignal! Endlich fallen die "Freien Drei Prozent" auch in der oberen Riege aus dem Rennen. Der Wahl-ROST der DAX-Manager scheint abzubröseln. Schlimmes Zeichen für die eingerostete Managerpartei! Das Ross staubt, es ächzt, lächzt bestenfalls einen politisch letzten Orgasmus dahin. Wer jetzt? Die Linken? Oder gar,- die Grünen?

Account gelöscht!

05.02.2012, 16:47 Uhr

Seit sich die Partei wieder klar und deutlich zu Europa und zum Euro entschieden hat, ist und bleibt sie auch meine 1. Wahl.
Welche Alternative hat man denn auch mit einem 7-stelligen Jahreseinkommen ?!

eksom

05.02.2012, 16:58 Uhr

Der Herr Rössler (und auch der Herr Westerwelle) war und ist nur eine Person, aber keine sympathische Persönlichkeit!
Hinzu kommt, dass beide von einer Randgruppe stammen, die in der Mehrheitsgesellschaft der Deutschen leider nicht (nie!) akzeptiert werden! Sie sind beide untragbare Unpersönlichkeiten ohne Sympathiewerte! Wer beide mal aus der Nähe sieht oder deren Gesichter genauer betrachtet, möchte am schnellsten weg! Mit solchen unsympathischen Leuten kann man nicht einmal im Jahrmarkt als Gaukler einen Blumentopf gewinnen!

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