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01.01.2008

17:35 Uhr

Deutschland

CDU: Christian Wulff

Als Draufgänger galt Christian Wulff noch nie. Auch bei diesen Wahlen bietet Niedersachsens CDU-Ministerpräsident wenig Angriffsfläche. Und nach den Prognosen der Demoskopen darf er gelassen bleiben.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff kann auf seine Wiederwahl hoffen. Foto: ap ap

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff kann auf seine Wiederwahl hoffen. Foto: ap

Nach zwei bitteren Niederlagen gegen den späteren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte es Christian Wulff geschafft: Mit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Niedersachsens war der Jurist aus Osnabrück im Frühjahr 2003 endlich am Ziel. Bundesweit war der heute 48-jährige als "junger Wilder" in der CDU bekannt geworden, als er Anfang 1997 den Rücktritt von Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) forderte.

Heute gilt der CDU-Bundesvize als loyaler Vertrauter von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Kernpunkt seiner Politik ist die Sanierung des maroden Landeshaushalts. Im Juni 2006 hatte Wulff nach 25-jähriger Ehe die Trennung von seiner Frau Christiane bekanntgegeben.

Der immer freundlich lächelnde CDU-Politiker Wulff hat nach den Prognosen der Demoskopen allen Grund zur Gelassenheit. Die Zustimmung für die Arbeit des 48 Jahre alten Juristen ist hoch. Schwarz-gelb kann aller Voraussicht nach in Niedersachsen - einst ein klassisches SPD-Land - weiterregieren. CDU-Sprecher Thomas Philipp Reiter sagt zum ruhigen Wahlkampf: "Wir müssen nicht jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf treiben. Wir müssen keine Themen erfinden, weil wir mit einer guten Bilanz aufwarten können."

In der hitzigen Debatte um den richtigen Umgang mit jugendlichen Straftätern zeigt sich Wulff weich: Besonnenheit, Integration und Prävention sind seine wichtigsten Stichworte.

Der politische Gegner hält Wulff Unverbindlichkeit vor. Der Grünen-Spitzenkandidat Stefan Wenzel sagt: "Sein Profil ist die Profillosigkeit." Wulff sei zum Beispiel ein bisschen für Mindestlohn, ein bisschen für Gesamtschulen und ein bisschen für ein verschärftes Jugendstrafrecht, heißt es bei der Opposition.

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