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01.03.2006

17:35 Uhr

CDU hofft auf Merkel-Bonus

Wer will an die Macht?

CDU-Kandidat Christoph Böhr hofft auf den Kanzlerin-Bonus. Mit Rückenwind aus Berlin soll seine Partei zur stärksten Kraft im Land werden. Es gibt aber einen weiteren wesentlichen Faktor, der über Sieg und Niederlage in Rheinland-Pfalz entscheiden könnte.

Platzhirsch und Herausforderer: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) gilt als sehr beliebt, doch CDU-Landeschef Christoph Böhr bekommt Rückenwind von Angela Merkel. Foto: dpa dpa

Platzhirsch und Herausforderer: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) gilt als sehr beliebt, doch CDU-Landeschef Christoph Böhr bekommt Rückenwind von Angela Merkel. Foto: dpa

Mit der Unterstützung von Kanzlerin Angela Merkel habe seine Partei auch die Chance, "die FDP von der SPD wegzulocken", sagt Böhr. Bei einem Parteitag im Januar übertrumpfte die CDU ihren Hauptgegner mit dem Versprechen, im Falle eines Wahlsieges die Kindergarten-Gebühren schon Anfang 2007 abzuschaffen. Die SPD will dies schrittweise erst bis zum Jahr 2010. Die Förderung der Kleinen avancierte so zum Wahlkampfthema Nummer eins in Rheinland-Pfalz.

Wichtig ist jedoch auch die Personalisierung: Die SPD hat ihre langjährige Regierungsverantwortung nicht zuletzt ihrem Ministerpräsidenten zu verdanken. Beck gilt als besonders volksnah und bodenständig. Der gelernte Elektromechaniker regiert seit mehr als elf Jahren mit ideologiefreiem Blick und verzeichnet hohe Sympathiewerte. Nach jüngsten Umfragen ist er der beliebteste Politiker im Land - mit deutlichem Vorsprung vor Böhr, der im Fach Philosophie den Doktortitel trägt.

Auf Personalisierung setzen auch die Grünen. Die klassischen grünen Inhalte wie Ökologie und Verbraucherschutz sollen mit dem Kopf der Spitzenkandidatin Ise Thomas verbunden werden. Bei der Landtagswahl 2001 erreichte die Partei 5,2 Prozent der Stimmen, jetzt sollen es deutlich mehr als sieben Prozent werden.

Die linksgerichtete WASG hofft auf den erstmaligen Einzug in den Mainzer Landtag. Gelänge ihr dies bei gleichzeitigen Verlusten für die SPD, könnten die bisherigen Machtverhältnisse ins Wanken geraten. Denn die FDP hält nichts von einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen. Derzeit aber können die beiden Regierungsparteien nach Umfragen auf die Fortführung ihrer Zusammenarbeit hoffen.

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