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09.03.2012

20:36 Uhr

CDU in Not

Merkel zieht im Wahlkampf an die Saar

In zwei Wochen finden im Saarland die Landtagswahlen statt. Bisher liefern sich CDU und SPD in Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Als Verstärkung im Kampf um Wählerstimmen rückte nun auch Kanzlerin Angela Merkel an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Wahlkampf-Kundgebung im Saarland. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Wahlkampf-Kundgebung im Saarland.

WendelGut zwei Wochen vor der Landtagswahl an der Saar haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer gemeinsam um Stimmen für die CDU geworben. „Jede Stimme zählt“, sagte die Bundeskanzlerin bei einer Wahlkampfkundgebung am Freitag in St. Wendel vor rund 1500 Zuhörern. Das Saarland habe „seit Oskar Lafontaine nicht mehr Ministerpräsident ist eine tolle Entwicklung genommen“. Zwischen Bund und Land habe es „eine hervorragende Zusammenarbeit“ gegeben. „Und das muss so bleiben“, betonte Merkel.

Kramp-Karrenbauer sagte, es könne immer noch sein, dass die SPD am Ende das „rot-rote Zipperlein kriegt“. Die Ministerpräsidentin und SPD-Landeschef Heiko Maas haben eigentlich die Bildung einer großen Koalition ins Auge gefasst. Derzeit liefern sich CDU und SPD nach Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei die Sozialdemokraten leicht vorne liegen. Kramp-Karrenbauer verglich ihre Wahlkampftaktik mit der von Rennradfahrern: „Die bleiben bis kurz vorm Ziel hinten, und dann gehen sie auf die Überholspur.“ Am Ende zähle, „wer die meisten Wähler an die Urnen bekommen hat“.

Die Wahl war nötig geworden, weil Kramp-Karrenbauer die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen wegen anhaltender Querelen bei den Liberalen aufgekündigt hatte. Die Kanzlerin wollte am Abend noch an einem „Wirtschaftsforum Saar“ der CDU in Völklingen teilnehmen. Am 23. März - zwei Tage vor der Wahl- will sie ein zweites Mal ins Saarland kommen.

Von

dpa

Kommentare (7)

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RobertSchumansErben

09.03.2012, 23:22 Uhr

Mir kommen die Tränen und mir graut vor dieser Wahlkrampfhilfe für Annegret Kramp-Karrenbauer. Eine zusammengezimmerte Jamaika-Koalition mit dem Bimbes von Geld und Gold verschwindet und Frau Merkel will die Taten von Oskar Lafontaine an der Saar kleinreden. Müller wurde durchgereicht, weil er seine Abwahl nicht selbst ansehen wollte. AKK, sie bringt es nicht. Zuerst muß sie mal die Wahl gewinnen und das scheint nach Art der Dinge fast unmöglich, wenn auch hie und da ihre Wahlplakate so hoch gehängt wurden, damit sich BürgerINnen die Augen reiben. Siehe Cusanus-Haus an der Saaruferstraße, linke Saarseite, schlechtes Omen.

Die Dame kann das alles nicht wissen, wenn man solange hinter einer Mauer eingepfercht war.

cdU mir wird schwarz vor Augen. Sie schicken sich an, an der Macht festzuhalten, um jeden Preis. Die Wahlen sind erst am 25. März 2012 um 18:00h offiziell zu Ende.

Wird Maas nur zweiter Gewinner, dann möchte ich nicht in seiner Haut stecken. Ziel des MP verfehlt und so nah dran mit die Linke. Da kann man gespannt sein, was er machen wird.

Mit links zum MP oder nur die zweite Geige "auf Augenmaß". Wie das aussieht, führt gerade ein "Wunschpartner" in der Koalition vor. Am Ende könnte sich die Dummheit einer großen Koalition rächen und die spD in der Versenkung verschwinden lassen.

Wahrheit

10.03.2012, 07:56 Uhr

Nun, wenn Frau Merkel meint, dass sie mehr Chancen mit ihrer jetzigen Partei hat, als mit ihrer Alten in der ehemaligen DDR, dann kann man sich nur fragen: " Wovon träumt sie denn Nachts?" Obgleich das doch wirklich niemenden interessiert!

Account gelöscht!

10.03.2012, 09:22 Uhr

Und, welchen politischen Unterschied macht es, ob CDU oder SPD gewinnen? Beide können ähnlich wie FDP, Grüne, Piraten, Linke zu den linken europhilen Blockparteien gezählt werden.

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