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15.01.2014

07:10 Uhr

CDU-Kampfansage

„Wir wollen die AfD unter drei Prozent zu drücken“

„Mit Herzblut und Sachverstand” will die CDU für Europa werben. So will Vize-Vorsitzende Armin Laschet den Einzug der Alternative für Deutschland verhindern. Doch die Partei blickt nicht nur auf Europa.

Die CDU will hoch hinaus: Mit genügend eigenen Stimmen hofft Armin Laschet (Foto), die AfD aus dem EU-Parlament halten zu können. dpa

Die CDU will hoch hinaus: Mit genügend eigenen Stimmen hofft Armin Laschet (Foto), die AfD aus dem EU-Parlament halten zu können.

BerlinIm Europawahlkampf will sich die CDU darum bemühen, dass die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) nicht ins EU-Parlament einzieht. Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, seine Partei werde einen „dezidiert europafreundlichen Kurs“ fahren und mit Herzblut, Leidenschaft und Sachverstand für die Einheit Europas werben. „Wir haben das Ziel, die Anti-Europäer von der AfD unter drei Prozent zu drücken“, fügte er mit Blick auf die gesenkte Hürde für den Einzug ins Europaparlament hinzu. „Es wäre schädlich, wenn die ins Europäische Parlament kämen. Sie wären keine guten Vertreter Deutschlands, da sie mit ihrer D-Mark-Nostalgie massiv deutsche Interessen und deutsche Arbeitsplätze gefährden.“

Ferner sollte die bei der Bundestagswahl erfolgreiche CDU nach Laschets Worten nun in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen an frühere Wahlsiege anknüpfen. „Das Wichtige ist, dass die CDU (...) auch wieder die Mehrheiten in den Ländern zurückgewinnt“, sagte er. Er habe mit seinen beiden Stellvertreter-Kollegen Thomas Strobl (Baden-Württemberg) und Julia Klöckner (Rheinland-Pfalz) eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Die Sperrklauseln zur Europawahl in den einzelnen EU-Ländern

Keine

Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Großbritannien, Irland, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Spanien, Zypern.

3 Prozent

Deutschland, Griechenland

4 Prozent

Italien, Österreich, Schweden, Slowenien.

5 Prozent

Frankreich*), Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn.

*) In Frankreich gelten Sperrklauseln je Wahlkreis, in allen anderen Ländern landesweit.

5,88 Prozent

Bulgarien

Die Klausel in Bulgarien variiert leicht von Wahl zu Wahl, da sie jeweils nach Zahl der gültigen Stimmen neu festgelegt wird.

Laschet ist seit Dezember in NRW nicht nur Partei-, sondern auch Fraktionschef. „Für mich bietet das neue Amt als Fraktionschef die Chance, mich auf das Land zu konzentrieren und Partei und Fraktion zusammenzuführen. (...) Das erleichtert die Oppositionsarbeit.“ Er wolle eine Alternative zu Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) für die Landtagswahl 2017 sichtbar machen. Auf die Frage, ob er dann Spitzenkandidat der CDU werde, sagte er: „Die Spitzenkandidatur werden wir 2016 festlegen.“

Von

dpa

Kommentare (56)

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Rudolfo

15.01.2014, 07:51 Uhr

Herr Laschet hat vergessen den Satz zu ergänzen:

Sie wären keine guten Vertreter Deutschlands, da sie mit ihrer D-Mark-Nostalgie massiv deutsche Interessen und deutsche Arbeitsplätze gefährden.......die heute vom Sparer und Steuerzahler über künstlich niedrige Zinsen subventioniert werden.......Dazu muss man aber die wirtschaftlichen
Zusammenhänge und Ungleichgewichte blicken.

Die Industrie freut sich über so eine Schachsinnsaussage.

Rudolfo

Schönen Tag noch

Ungefragt

15.01.2014, 07:54 Uhr

„Wir haben das Ziel, die Anti-Europäer von der AfD unter drei Prozent zu drücken“

Ich bin nicht unbedingt ein großer Fan der AfD, aber Anti-Europäisch ist diese Partei eindeutig nicht. Nur weil man die gegenwärtige EUROpolitik kritisch hinterfragt, ist man noch lange kein Anti-Europäer, das Gegenteil trifft hier eher zu.

Aber das ist wieder mal typisch CDU.

Account gelöscht!

15.01.2014, 08:04 Uhr


Laschet`s Hauptpartei gilt als AfD Steigbügelhalter

Wer orientierungslos einer rottigen Europapolitik öffentlich das Wort redet, insgeheim aber an Parteistammtischen Griechenland und Co. verflucht, ist und bleibt ein gefährlich agierender Hasenfuß.

Solchen Typen vertrauen wir unsere Zukunft an.

Die Mehrheit der Deutschen sitzt dämmrig rülpsend am Futtertrog , Denken überlässt er Laschet und seine Medien-Freunde.

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