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04.08.2011

12:09 Uhr

CDU-Kurs

Kauder kritisiert öffentliche Debatte

Volker Kauder hat CDU-Politiker dazu aufgerufen, die verbreitete Unzufriedenheit mit der Parteispitze nicht weiterhin in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Solche Debatten gehörten laut Kauder in die Gremien.

Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg meint, die CDU müsse sich stärker profilieren und sich auf ihre christlichen Wurzeln besinnen. Quelle: dpa

Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg meint, die CDU müsse sich stärker profilieren und sich auf ihre christlichen Wurzeln besinnen.

BerlinDer Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, hat CDU-Politiker aufgerufen, den Zustand der Partei nicht öffentlich zu kritisieren. „Ich würde schon meinen, dass wir die Diskussion in den Gremien führen sollen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in der ARD. Es helfe nicht, in der Öffentlichkeit große Diskussionen zu führen. Er räumte ein, dass das Erscheinungsbild der schwarz-gelben Koalition unter Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel besser werden müsse. Die erste Hälfte der Legislaturperiode sei nicht besonders gut gewesen. 

Prominente frühere CDU-Spitzenpolitiker hatten in den vergangenen Tagen den Zustand der Partei öffentlich beklagt. Der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Erwin Teufel hatte erklärt, es sei nicht zu erkennen, wie die CDU über eine Million Stammwähler zurückgewinnen wolle, die in die Wahlenthaltung geflüchtet seien. Diese Wähler seien leichter zurückzugewinnen als Wechselwähler. Die CDU müsse sich stärker profilieren und sich auf ihre christlichen Wurzeln besinnen. Der ehemalige sächsische Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte Merkels Energiewende als politisches Abenteuer bezeichnet. Befeuert wird die Kritik durch die Wahlniederlagen in Baden-Württemberg und in Bremen. 

Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Donnerstag gibt es Bestrebungen in der CDU, den Zustand der Partei beim kommenden Parteitag im November zu thematisieren. Eigentlich soll sich der Parteitag unter dem Motto „Bildungsrepublik Deutschland“ mit der Schulpolitik befassen. Unter Berufung auf „Führungspolitikern“ schreibt das Blatt, stattdessen könnte die verbreitete Unzufriedenheit mit der Parteispitze Thema werden. Auch die Euro-Rettungsmaßnahmen der Bundesregierung könnten die Delegierten mehr beschäftigen als die Bildungspolitik.

 

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

04.08.2011, 14:42 Uhr

Warum will Herr Kauder nicht, dass öffentlich über die Fehler von Frau Merkel und von ihm nicht gesprochen wird, stattdessen soll alles unter den Teppich gekehrt werden???
Eine Partei muss die Kraft haben, öffentlich über Fehler zu diskutieren, leider ist Herr Kauder zu eng mit der Kanzlerin verbunden, um Fehler noch als Fehler zu erkennen, stattdessen möchte er die Kritiker Mundtot machen.
Ich begrüße die jetzt angestoßene öffentliche Diskussion, um die CDU wieder auf Kurs zu bringen, leider wird ihre Steuerfrau dies nicht begreifen.
Die Kanzlerin hat so viele unsinnigen Entscheidungen getroffen, ohne von der Partei einmal dafür abgestraft zu werden, ist die CDU schon Tod???
Also Herr Kauder, auch öffentliche Kritik ist wichtig und gut, dass zeigt dass die CDU-Alten noch leben, und sich sorgen machen um ihre Partei.
Man sollte sich in der CDU überlegen, endlich einen neuen unverbrauchten Fraktionsvorsitzenden zu benennen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich neu zu Orientiren.
Ihre Kritik ist falsch und dumm, denn sie hätten schon lange der Kanzlerin erklären müssen, so wie bis jetzt, geht es nicht weiter.
Ob die Kanzlerin noch eine dritte Amtszeit bekommt von den Bürgern ist sehr, sehr fraglich.
Danke

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