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29.07.2012

16:22 Uhr

CDU-Ministerpräsidentin

„FDP nicht im Takt mit der Bevölkerung“

Sollte sich die FDP in Sachen Mindestlohn nicht besinnen, ist für Christine Lieberknecht eine Große Koalition im Bund der einzige Weg. Die Liberalen seien nicht im Takt mit der Bevölkerung, so die Ministerpräsidentin.

Die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). dapd

Die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU).

BerlinDie thüringische Ministerpräsidentin und CDU-Politikerin Christine Lieberknecht liebäugelt mit einer Großen Koalition im Bund nach der Bundestagswahl im Herbst 2013. Als Grund verwies Lieberknecht in einem Interview des Magazins "Der Spiegel" auf die Blockadehaltung der FDP gegen einen allgemeinen Mindestlohn.

"Die gegenwärtigen Umfragewerte der Bundes-FDP sind eine eindringliche Mahnung, dass die Liberalen nicht im Takt mit der Bevölkerung sind", sagte Lieberknecht. "86 Prozent der Menschen in unserem Land fordern einen Mindestlohn." Sie setze auf die "Einsichtsfähigkeit" der FDP. "Wenn die Liberalen jedoch nicht zur Lebenswirklichkeit der Menschen zurückfinden, führt kein Weg an einer Großen Koalition vorbei", sagte Lieberknecht, die in Erfurt bereits mit den Sozialdemokraten regiert.

Als erste CDU-Regierungschefin eines Bundeslandes hatte Lieberknecht mit der SPD für den Herbst einen Bundesratsvorstoß zur Einführung eines bundesweiten, einheitlichen Mindestlohns angekündigt. Sie ging damit noch über einen Unions-internen Kompromiss hinaus, der eine Lohnuntergrenze nur in tariffreien Branchen vorsieht. Dafür fehlt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) aber die Zustimmung der FDP.

"Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die FDP endlich einmal einen Blick ins echte Leben in unserem Land wirft", sagte Lieberknecht. "Es kann nicht sein, dass der Niedriglohnsektor immer größer wird und dass Menschen reihenweise in atypischen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten."

Von

rtr

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

29.07.2012, 17:22 Uhr

Besser wäre es, wenn sich Christine Lieberknecht einmal mit den Gründen für niedrige Entlohnungen und atypische Beschäftigungen auseinandersetzen würde.

Man beseitigt kein Problem, indem man es mit unpassenden Mitteln zukleistert. Aber das dürfte für die Dame schon zuviel an analytischer Bearbeitung sein.

anonym

29.07.2012, 17:28 Uhr

Gibt es in Deutschland überhaupt noch eine Partei,die im Takt mit der Bevölkerung ist,denke nicht,alles nur im Sinne der Partei.Hoch lebe die auferstandene DDR.

Tabu

29.07.2012, 17:30 Uhr

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU)
„FDP nicht im Takt mit der Bevölkerung“
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Das die sich sowas überhaupt auszusprechen wagen.
Diesen Stoffeln geht doch jeder Takt ab..
90% gegen ESM ihr Lachnummern.


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