Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.08.2011

16:13 Uhr

CDU-Parteitag

Schuldenkrise befeuert CDU-Richtungsdebatte

Die Euro-Krise heizt die CDU-Kursdebatte an. Während der baden-württembergische und der NRW-Fraktionschef auf dem Parteitag Europa in den Mittelpunkt stellen wollen, beharrt Annette Schavan auf Bildung als Schwerpunkt.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan: Sie will den Parteitag nutzen, um über Bildung zu diskutieren. Quelle: dapd

Bundesbildungsministerin Annette Schavan: Sie will den Parteitag nutzen, um über Bildung zu diskutieren.

BerlinAngesichts der Schuldenkrise und Turbulenzen an den Finanzmärkten beruhigt sich die Debatte über den Kurs in der CDU nicht. NRW-Fraktionschef Karl-Josef Laumann forderte, Europa müsse das Hauptthema auf dem Parteitag der CDU werden. „Wir können den Parteitag im November nicht nur der Bildung widmen. Sonst würden wir ihn an den Interessen der Mitglieder vorbei machen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Gerade für CDU-Wähler sei die Stabilität der Währung sehr wichtig, weil sie mit der wirtschaftlichen Sicherheit untrennbar verbunden sei. „Wenn der Euro aufgrund falscher politischer Entscheidungen ins Wanken geraten würde, wäre das für die Union schlimmer als Hartz IV für die SPD“, sagte Laumann laut Vorabbericht. 

Auch die CDU in Baden-Württemberg zielt in ähnliche Richtung: „Wir sollten den Parteitag nutzen, um über den Euro und die Energiewende zu diskutieren“, sagte Fraktionschef Peter Hauk. Bundesbildungsministerin Annette Schavan hatte dagegen betont, das Thema Bildung bleibe Schwerpunkt. In der „Bild am Sonntag“ wies sie zudem Kritik an den jüngsten Entscheidungen der Partei zurück. „Für mich gilt da der schöne Spruch: Wer sich selbst nicht imponiert, imponiert auch anderen nicht.“ Wenn eigene Entscheidungen ständig kritisiert würden, könne man auch andere nicht überzeugen. Es nütze auch nichts, sich stärker auf traditionelle Stammwähler zu konzentrieren, sagte die Vize-Vorsitzende der Partei aus dem Landesverband Baden-Württemberg. "Stammwähler und Wechselwähler sind keine Alternativen. Wir brauchen beide. Das hat die Landtagswahl in Baden-Württemberg gezeigt. Dort haben uns nämlich nicht die Stammwähler gefehlt, sondern neue Wähler, vor allem in den Städten."

 

Von

rtr

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

13.08.2011, 17:19 Uhr

Also diese unbedeutende Schavan imponiert nun wirklich niemandem.
Bildung ist Ländersache. Und die Bildungsgipfel die Merkel schon schön medienwirksam gemacht hat, waren an Dümmlichkeit nicht zu überbieten.
Viel heiße Luft, aber es ändert sich nichts. Und das ist keine Frage von noch mehr Geld.
Und auf einem Parteitag nur über Europa zu diskutieren, wie Laumann das fordert, ist ebenso falsch.
Die CDU muß generell sagen wo sie hin will, das nämlich ist für den Wähler ncht mehr erkennbar.
Merkel hat doch die CDU völlig zerlegt. So lange die CDU das nicht endlich offen ugibt, so lange wird sich nichts ändern
Und es wäre ratsam, wenn die Eurofanatikr mal überlegen würden, was sie denn noch wollen, außer Deutschland völlig zu verarmen mit ihrem Euro-Wahn

Anonym

14.08.2011, 01:05 Uhr

DummSchavan hat immer noch nicht den Schlag vernommen.
In diesen Sätzen manifestiert sich die unglaubliche
Dummheit der der uns führenden Dummspechte.

Account gelöscht!

15.08.2011, 07:22 Uhr

margrit117888, ich kann ihnen zu ihrer Analyse nur Beifall zollen, sie haben in allen Punkten recht.
Danke

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×