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11.12.2013

19:07 Uhr

CDU

Wirtschaftsrat will Rente mit 69

Zwei Jahre mehr statt vier Jahren weniger: Der CDU-Wirtschaftsrat nennt die Rentenbeschlüsse des Koalitionsvertrags „fatal“, Generalsekretär Steiger fordert gar, dass das Eintrittsalter auf 69 Jahre angehoben wird.

Symbolbild: Der CDU-Wirtschaftsrat spricht sich für die Rente mit 69 aus. dpa

Symbolbild: Der CDU-Wirtschaftsrat spricht sich für die Rente mit 69 aus.

BerlinDer Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, hält die schwarz-rote Rentenbeschlüsse für eine fatale Fehlentwicklung. „Union und SPD handeln im Hier und Jetzt und nicht für die Zukunft des Landes“, sagte Steiger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Lebenserwartung der Menschen steige. Dennoch sei nun die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren nach 45 Beitragsjahren beschlossen worden. In naher Zukunft seien aber eher 100-Jährige der Normalfall, sagte er. „Die Konsequenz darf deshalb nicht die Absenkung des Renteneintrittsalters von 67 auf 63 Jahre, sondern muss eine Anhebung von 67 auf 69 Jahre sein.“

Steiger beklagte ferner mangelnden Mut von Union und SPD, die „kalte Progression“ abzuschaffen - also „heimliche Steuererhöhungen“, wenn Einkommens- und Lohnerhöhungen lediglich die Inflation ausgleichen und die Kaufkraft des Arbeitnehmers nicht steigt: „Für uns ist es eine große Enttäuschung, dass das nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde. Gerade eine große Koalition müsste die Kraft haben, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen.“

Steiger sagte: „Wir überhöhen diesen Koalitionsvertrag aber auch. Das sind nicht die zehn Gebote. Dafür ist dieser Vertrag auch zu flach.“ Er lasse auch vieles im Ungefähren. „Und hier werden und müssen die Wirtschaftspolitiker der Union im Bundestag Schaden vom Industriestandort Deutschland abwenden. Dazu gehört zum Beispiel, dass erneuerbare Energien marktfähig gemacht werden und sich die Betreiber nicht durch zu hohe Subventionen gemütlich einrichten.“ Steiger verwies darauf, dass von den 311 Unionsabgeordneten im Bundestag 170 dem Mittelstand zuzuordnen seien.

Wenn die Unternehmen nicht mehr funktionierten, seien auch die Belegschaften betroffen, sagte Steiger. „Und derzeit haben wir einen großartigen Konsens zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.“

Von

dpa

Kommentare (9)

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MMM

11.12.2013, 20:14 Uhr

Das einzig sinnvolle ist das Rentenalter zu erhöhen. Das entspricht der Realität der Leistungsfähigkeit der Menschen! Zugleich müssen auch die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Menschen bis dahin auch arbeiten können! Wenn das nicht der Fall ist, sprechen wir nur von verschleierter Rentenkürung und Frustration der Menschen!

wolfsgeschaedigter

11.12.2013, 20:22 Uhr

Die Weisen aus dem Abendland sollen: alle an ein Fließband. 60 Std-Woche. Leiharbeit. Fünf Jahre ohne Urlaub. - Danach erste Anhörung!!

Account gelöscht!

11.12.2013, 20:30 Uhr

Zitat : „Union und SPD handeln im Hier und Jetzt und nicht für die Zukunft des Landes“

- da jeder weiß, das das Eintrittsalter ÜBERWIEGEND bei ca. 60 Jahren liegt, weiß auch jeder, dass all diese Forderungen mit späteren Renteneintrittsalter nichts anderes ist, als RENTENKÜRZUNG !

Dieser Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, hat ein Rad ab und ist ein unverschämter Schmarotzer !

Und die SPD-Basis weiß jetzt auch, wen sie laut Anstiftung ihrer Vorturner wählen sollen :

die CDU-Parasiten, die uns Märchen von Demografie auftischen um die Gelder unserer Rentner Richtung EUtopia zu verschieben !

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