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14.08.2011

15:45 Uhr

Chef der Nord-CDU

Christian von Boetticher gibt seine Ämter auf

VonDaniel Delhaes

ExklusivDer Schleswig-Holsteinische Chef der CDU-Fraktion im Landtag und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr, Christian von Boetticher, tritt noch heute von seinen führenden Ämtern zurück. Dies erfuhr das Handelsblatt aus der Fraktionsspitze. Hintergrund ist offenbar eine Liebesbeziehung zu einer sehr jungen Frau.

Christian von Boetticher nimmt seinen Hut. Quelle: dpa

Christian von Boetticher nimmt seinen Hut.

Berlin/KielDer Chef der CDU-Fraktion im Kieler Landtag und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im kommenden Jahr, Boetticher, wird nach Informationen des Handelsblatts aus dessen engem Umfeld heute vor dem Landesvorstand eine Erklärung abgeben und „wahrscheinlich“ von seinen Ämtern zurücktreten. Dies hänge noch davon ab, wie die Parteiführung auf die Vorwürfe reagiere.

Wie das Handelsblatt weiter erfuhr, werde dann der Fraktionsvorstand in einer Woche einen neuen Vorsitzenden wählen. Kommende Woche Donnerstag tagt regulär der Landesvorstand. Dort könne sich die Union bereits auf einen neuen Spitzenkandidaten verständigen, hieß es. Im Gespräch seien Wirtschaftsminister Jost de Jager sowie die Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing und Johann Wadepuhl.

Der Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein, Torsten Albig, will aus dem Skandal um die angebliche Liebesbeziehung des CDU-Spitzenkandidaten Christian von Boetticher zu einer 16-Jährigen keinen politischen Vorteil ziehen. „Mir steht es nicht zu, das Privatleben von Herrn Boetticher zu beurteilen“, sagte Albig dem Handelsblatt. „Uns als SPD geht es darum, die nächste Landtagswahl zu gewinnen. Wir gewinnen, wenn wir uns gut aufstellen.“

Die Landtagswahl steht im kommenden Mai an. Hintergrund ist offenbar ein inzwischen beendetes Verhältnis des 40-Jährigen: „Es geht um eine frühere Liebesbeziehung mit einer damals 16-Jährigen“, sagte ein persönlicher Berater von Boettichers am Sonntag der dpa. Die Beziehung sei „weit vor der Nominierung zum Spitzenkandidaten“ beendet gewesen. „Es liegen keine Rechtsverstöße vor“, betonte er.

Vertraute des CDU-Politikers hätten laut Bild am Sonntag angegeben, ihm sei vollkommen klar, dass die damalige Beziehung Erpressungs- und Bedrohungspotenzial gegen ihn und seine Partei berge. Von Boetticher wolle in der Vorstandssitzung geltend machen, dass er aus Liebe gehandelt und nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen habe.

Kommentare (10)

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Nachwuchs

14.08.2011, 18:36 Uhr

Das ist christliches Verhalten. Jetzt verstehe ich, warum die CDU das C in ein I (islamisch ) umwandelt.

Account gelöscht!

14.08.2011, 18:53 Uhr

Also wenn ich richtig informiert bin, darf ein Mädchen mit 16 Sex haben.
Dass ein 40jähriger sich über facebook was suchen muß, finde ich zwar komisch und dann eine 16jährige aufgabelt, aber ist ja sein Problem.
Irgendwie scheint er halt diesebezüglich ein wenig gestört zu sein, denn so ganz normal ist es ja nicht
Aber was hat das mit seienr Arbit zu tun?

m2000

14.08.2011, 20:43 Uhr

Ganz einfach: Bei seiner Arbeit gibt er an, die moralischen Werte der CDU zu vertreten. Nun haben wir 2 denkbare Szenarien: A) CDU findet Beziehungen zwischen 40- und 16jährigen supi B) Das Verhalten von ihm passt nicht zu den CDU Werten. Wahrscheinlich stimmt am Ende beides....

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