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30.08.2012

06:40 Uhr

China-Besuch

Merkel wirbt um Chinas Vertrauen in Europa

Kanzlerin Angela Merkel ist am Donnerstagmorgen zu einem zweitägigen China-Besuch in der Hauptstadt Peking eingetroffen. Doch selbst am anderen Ende der Welt ging es zunächst nur um ein Thema: die Euro-Krise.

Merkel trifft chinesischen Ministerpräsidenten Wen

Video: Merkel trifft chinesischen Ministerpräsidenten Wen

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PekingDeutschland und China haben bei ihren Regierungskonsultationen in Peking den hohen Wert der diplomatischen Beziehungen gewürdigt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte am Donnerstag in der chinesischen Hauptstadt, zwischen beiden Regierungen seien kontinuierliche und permanente Kontakte entstanden. So sei eine "sehr viel direktere und auch Schwierigkeiten überwindende Art und Weise der Kooperation" möglich. Probleme könnten so effektiv gelöst werden.

Wie Merkel sprach auch der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao von einem "Geist der Kooperation". Beide Länder begehen am 11. Oktober den 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Wen erklärte in der deutschen Übersetzung, die politischen Beziehungen seien in diesen vier Jahrzehnten auf eine neue Ebene gelangt.

Zum Auftakt ihrer zweitägigen Gespräche empfing Wen Jiabao die Kanzlerin mit militärischen Ehren in der Großen Halle des Volkes.

Im Oktober beginnt in China auch der Umbau der Führungsriege. Ministerpräsident Wen könnte durch seinen bisherigen Vize Li Keqiang ersetzt werden. Auch Staatspräsidenten Hu Jintao geht, ihm wird voraussichtlich Xi Jinping nachfolgen. Merkel sagte, es sei "ein ganz wichtiges Signal", dass man noch in der alten Regierungskonstellation die "zweite Runde" der Konsultationen schaffen könne. Die ersten Regierungskonsultationen hatten 2011 in Berlin stattgefunden.

Merkel will in China für ein weiteres Engagement des Landes im Kampf gegen die Krise werben und die europäischen Bemühungen zur Lösung der Schuldenprobleme erläutern. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nannte China zum Auftakt der Gespräche „eine der prägenden Gestaltungsmächte des 21. Jahrhunderts“. Für Deutschland seien die Beziehungen „von überragender Dynamik“. Dass Merkel mit ihrem Kabinett „um die halbe Welt fliegt, spiegelt die außergewöhnliche Breite und Tiefe unseres Verhältnisses“ wider.

Kommentare (7)

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andante

30.08.2012, 06:42 Uhr

Diese fanatisierte Ideologie-Pfarrerstochter weiß doch auch nicht mehr viel weiter in ihrem Fanatismus, dass Europa ohne den Euro untergehen würde. Jetzt wird Europa doch an China verkauft, sukkzessive. Was sie immer als erstes Gegenargument für die irreale Eurozone und ihre Notwendigkeit anführte. Es geht nur um ein stinkendes Machttheater schlechtester ja traurigster Inszenierung mit kommunistisch-verrostetem Haupt dahinter. Wie sagte sie einst einmal: "es macht einfach Spaß!" - Spaß, den Kontinent vieler Nationalitäten und Identitäten in den Abgrund zu reiten: fanatisch-gewaschene-getriebene Pfarrerstochter. Und: die Deutschen mögen diesen Fanatismus nach wie vor. Da hat sich nichts geändert, man braucht einen/eine FührerIn. Geistig plattes, verblödetes, ausgetrocknetes Völklein.

Rene

30.08.2012, 07:42 Uhr

Kritik hin, Kritik her.

Ich denke, mit ihrer pragmatischen Einstellung kann sie Deutschlands Position in China und anderen Ländern stärken.

Mit ideologischen Forderungen wird man nicht viel erreichen.

mx1

30.08.2012, 08:36 Uhr

Welche Position kann Merkel in China stärken?
Die Chinesen lassen genau so viel zu, dass die Merkel Hoffnungen für ihr Europa hat, nebenbei wird das Know How Deutschlands zu Schleuderpriesen an China verscheuert.
Viele Mittelständler sind breits übernommen, viele werden noch folgen. In 5 Jahren werden die Firmen hier in Deutschland zugemacht und dann sind wir endlich und gottseidank auf dem Niveau der Euro-Südstaaten.
Und die Merkel jubelt und merkt es nicht mal.
Danke dafür.

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