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16.03.2012

21:49 Uhr

Christian Lindner

Der Hoffnungsträger ist zurück

Christian Lindner wurde beim Bezirksparteitag der Düsseldorfer FDP mit tobendem Applaus begrüßt. Die FDP hat ihren Hoffnungsträger zurück. Und der teilte direkt gegen die rot-grüne Minderheitsregierung aus.

Der Spitzenkandidat der FDP in Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner. dpa

Der Spitzenkandidat der FDP in Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner.

MettmannDirekt zu Beginn verkündete Lindner die politische Marschrichtung für den Wahlkampf: „Es geht um eine Richtungsentscheidung für Deutschland. Es geht um eine Trendwende für die FDP in NRW und darüber hinaus.“ Bei den etwa 100 Zuhörern erntete Lindner einhellige Zustimmung. Und dann verkündete er seine Rückkehr. Zum Wohle der Partei müssten nun alle anpacken „und deswegen melde ich mich heute auf der Brücke der FDP zurück“.

Davon, dass der 33-Jährige nach seinem plötzlichen Rücktritt vom Amt des Generalsekretärs der Bundes-FDP vor drei Monaten überhaupt so schnell wieder zurück ist, zeigte sich Lindner selbst überrascht. „Bis vor 23 Stunden wusste ich nicht, dass ich in dieser vorgezogenen Landtagswahl eine Rolle spielen würde.“ Lindner wurde am Donnerstag völlig unerwartet als Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen FDP präsentiert. In den kommenden acht Wochen muss er nun die Liberalen aus dem Umfragetief holen und den Wiedereinzug in den Düsseldorfer Landtag schaffen.

Um dies zu erreichen, will Lindner unter anderem beim Thema Finanzen punkten und sich als haushaltspolitische Vernunft präsentieren. Rot-Grün sei an der „entscheidenden Frage“ der Neuverschuldung gescheitert und habe trotz steigender Steuereinnahmen immer mehr Schulden angehäuft.

Den von der rot-grünen Minderheitsregierung zusammen mit der CDU beschlossenen Schulkonsens und die damit verbundene Einführung der Sekundarschule attackierte Lindner am heftigsten. Dabei handele es sich um eine „Gefahr“ für das Bildungssystem, die auf eine Abschaffung des Gymnasiums hinauslaufe, sagte er.

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Am schärfsten ging Lindner mit den nordrhein-westfälischen Grünen ins Gericht. Diese wollten den Menschen an Rhein und Ruhr beim Thema Ladenöffnungszeiten vorschreiben, wann sie einkaufen dürften. Und mit ihrer ökologischen Fixierung gefährdeten sie sogar den Industriestandort NRW.

Zum Schluss redete Lindner seinen Parteifreunden noch einmal tief ins Gewissen. „Gegenwärtig ist die Lage der FDP schwierig“, sagte er. Die Menschen seien von den Freidemokraten enttäuscht, „vielleicht sogar ein wenig beleidigt“. Dennoch müssten sich Wähler der politischen Mitte klar zur „einzigen liberalen Kraft“ im Land bekennen. „Jetzt kommt es drauf an.

Von

dapd

Kommentare (6)

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Niveaufm

17.03.2012, 00:22 Uhr

leider zu "fäkal" ausgerichtet. Deutet sich hier braune Gesinnung an ?

Account gelöscht!

17.03.2012, 00:40 Uhr

"Bei den etwa 100 Zuhörern erntete Lindner einhellige Zustimmung."
Oh, sämtliche FDP-Wähler an einem Ort!

Dr.No

17.03.2012, 08:07 Uhr

Die FDP hat nix mehr zu bieten. Das Wahlprogramm besteht aus Luft und die Milchbubis sind aus Pappe.

Macht man "buh" dann verschwinden sie. Lindner steht für Misserfolg und Unzuverlässigkeit. Warten wir mal ab, was auf ihn nach dem Ausscheiden der FDP aus dem NRW-Landtag wartet.

Lindner ist der perfekte Totengräber der FDP.

Er hat das Format eines Predigers mit retorischem Geschick, wie einst der legendäre Westerwelle. Dekadente Politiker, die auf unsere Kosten wie die Made im Speck leben. Damit ist es bald vorbei.

Eine Partei schafft sich ab: FDP

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