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16.04.2012

15:24 Uhr

Christian Lindner

Der smarte Hoffnungsschimmer der FDP

Christian Lindner ist eine zentrale Figur für die bedrohte FDP. Von ihm kann es abhängen, ob die Liberalen die Wende schaffen und sich wieder aufrappeln. Oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Christian Lindner: Sein persönliches Ziel ist NRW. Reuters

Christian Lindner: Sein persönliches Ziel ist NRW.

DüsseldorfFür die FDP ist Christian Lindner (33) eine Schlüsselfigur. Führt der neue Spitzenmann des mitgliederstärksten Landesverbands seine NRW-Liberalen in den Düsseldorfer Landtag, könnte das eine Wende für die dahinsiechende Partei insgesamt einleiten. Scheitert der Spitzenkandidat aber am 13. Mai im bevölkerungsreichsten Bundesland, wäre das wie ein K.O.-Schlag für die FDP im Bund.

Lindner krempelt die Ärmel hoch in einem kurzen Wahlkampf. Hohes Tempo ist der Mann aus dem bergischen Wermelskirchen in seiner Blitzkarriere gewohnt: 2000 wird er mit 21 Jahren der jüngste Abgeordnete im NRW-Landtag. Mit 25 Jahren ist er dann jüngster Generalsekretär der Landespartei. Seine viel zitierte Leidenschaft für schnelle Autos passt zum beruflich durchgetretenen Gaspedal.

Lindner ist seit 2009 Bundestagsabgeordneter, will sich aber ganz auf Nordrhein-Westfalen konzentrieren, wenn der Wiedereinzug ins Landesparlament gelingen sollte. Der Bundespartei kehrte der Politikwissenschaftler im Dezember 2011 Knall auf Fall den Rücken, trat als Generalsekretär zurück. Er habe „in schwieriger Phase einen neuen Aufbruch“ ermöglichen wollen, sagt er dazu nur knapp.

Einige sehen den 33-Jährigen - dem wohl einzigen verbliebenen Hoffnungsträger - demnächst als Vorsitzenden der Bundespartei. Lindner betont aber, sein Ziel sei NRW.

Mit seinem Rücktritt hatte er Parteichef Philipp Rösler schwer überrumpelt, das Verhältnis zu ihm war arg abgekühlt. Rösler nannte Lindner kürzlich aber ausdrücklich „unseren besten Mann.“ Vom Abschneiden des 33-Jährigen hängt letztlich auch Röslers Zukunft ab.

Und auch vom Ergebnis der Wahl in Schleswig-Holstein am 6. Mai, bei der die FDP-Fraktion von Wolfgang Kubicki laut Umfragen aber derzeit unter fünf Prozent Wählerzustimmung liegt, wie auch Lindners NRW-FDP.

Nur drei Monate brauchte Lindner, um nach seinem Rücktritt als Parteigeneral das überraschende und solide Comeback in NRW hinzulegen. Bei der Wahl zum Spitzenkandidaten am 1. April erhielt er fast 100 Prozent der Stimmen. Am 6. Mai folgt seine Wahl zum Chef des FDP-Landesverbands, dem mit 16 000 Mitgliedern größten bundesweit.

Lindner ist smart, populär, hat Redetalent, kann begeistern. Er will Punkte sammeln mit solider Anti-Schulden-Politik, Erhalt des Gymnasiums, Mittelstandsförderung, in Energie- und Verkehrspolitik und mit dem Etikett „glaubwürdig“ für seine Partei. Der Hauptmann der Reserve ist mit einer Journalistin verheiratet und hat für Autorennen, Segeln und Historienromane momentan wohl keine Zeit.

Von

dpa

Kommentare (9)

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FreundHein

16.04.2012, 15:32 Uhr

There is no hope with that dope!

HB, hört auf, dermaßen blöde & plumpe Propaganda zu machen.
Bloß weil der Besitzer so'n Parteibuch hat, brauch man nicht den allerletzten Rest journalistischen Anstandes über Bord werfen!

smarty_32

16.04.2012, 15:44 Uhr

HB ist ein billiges Propagandablatt der verkommenen FDP.
Diese verlogende Partei wird ein Herr Lindner sicher nicht retten können. Er soll erstmal lernen Geld zu verdienen und sich nicht vom Staat durchalimentieren lassen. Gleichgültig ob als KFW Darlehen oder als MDB. Solche Sprechblasenpolitiker sind unglaubwürdig!

Sven

16.04.2012, 16:07 Uhr

Ich vermisse das Stichwort "Steuersenkungen"; das war - neben Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung - der einzige Grund für mich FDP zu wählen.

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