Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.08.2011

06:30 Uhr

Christian Ströbele

Stasi-Vorwürfe bringen Grünen-Urgestein unter Druck

ExklusivDass Horst Mahler eingeräumt haben soll, für die Stasi gearbeitet zu haben, ist pikant. Denn der Ex-RAF-Anwalt teilte sich einst ein Büro mit Christian Ströbele. Der Grünen-Politiker gerät nun deshalb selbst unter Druck.

Hans-Christian Ströbele (Foto vom 25.06.2011) war auch Anwalt der RAF. Quelle: dpa

Hans-Christian Ströbele (Foto vom 25.06.2011) war auch Anwalt der RAF.

DüsseldorfNachdem Horst Mahler, einer der Gründer der RAF, zugegeben hat, als Auslandsspion für die DDR gearbeitet zu haben, gerät nun auch der Grünen-Bundestagsabgeordnete Christian Ströbele in den Verdacht, ein Stasi-Spitzel gewesen zu sein. Ströbele hatte mit Mahler Ende der sechziger Jahre als Anwalt zusammengearbeitet. Der Leiter der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, legte Ströbele nahe, eine Erklärung abzugeben. „Auch Herr Ströbele ist bisher nicht gerade durch Selbstkritik aufgefallen - obwohl er gewiss Anlass hätte, über seine Vergangenheit nachzudenken“, sagte Knabe Handelsblatt Online.

Wenig überrascht zeigte sich der DDR-Experte darüber, dass Mahler Ende der 60er Jahre mit der Stasi zusammengearbeitet haben soll, wie es in Medienberichten heißt. „Er hat damals offen Positionen der SED vertreten und war eine Art trojanisches Pferd der DDR“, sagte Knabe. Aber auch andere führende APO-Aktivisten hätten in dieser Zeit konspirative Kontakte in die DDR gehabt nach dem Motto: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. „Die meisten Akteure verdrängen dies leider bis heute, um ihr Selbstbild einer hehren Emanzipationsbewegung nicht zu gefährden“, sagte Knabe.

Über die Stasi-Verstrickung Mahlers berichtete die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf Ermittlerkreise. Mahler hat demnach von 1967 bis 1970 als Inoffizieller Mitarbeiter in den Diensten der für Auslandsspionage zuständigen Stasi-Hauptverwaltung A gestanden.

Wie DDR-Experte Knabe zog auch der parlamentarische Geschäftsführer der CSU im Bundestag, Stefan Müller, den Bogen zum Grünen-Abgeordneten Ströbele. Auch dieser müsse erklären, ob er Stasi-Spitzel gewesen sei, forderte Müller.

Kommentare (25)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Selberdenker

03.08.2011, 07:19 Uhr

RAF und Stasi? Schnee von gestern. Hauptsache keine rechte Vergangenheit, die verjährt in hundert Jahren nicht.

Thomas-Melber-Stuttgart

03.08.2011, 07:42 Uhr

Weitere im Bunde waren Klaus Croissant und Otto Schily.

Stroebele.unbelehrbar

03.08.2011, 08:17 Uhr

Ströbeles Ziele waren immer die gleichen:

- Ungebremste Zuwanderung nach D, Fremdbesetzung ganzer Stadtteile ist durchaus in seinem Sinne (Kreuzberg, Neukölln usw. usw. usw.). Hauptsache die Deutschen verschwinden.
- Alle radikalen ausserparlamentarischen Kräfte stärken, damit sie gegen D aktiv sind.
- alles was D stört oder zerstört ist ihm Recht.

Im Prinzip ist er ein unbelehrbarer Radikaler wie sein Parteifreund J.Fischer und C.Roth auch.
Alles die gleiche Prägung der 68-er, denen alles Deutsche zum Himmel stinkt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×