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25.11.2016

18:41 Uhr

Christoph Heusgen

Merkel-Berater wird offenbar UN-Botschafter

Einer der engsten Berater von Kanzlerin Angela Merkel wechselt offenbar nach New York: Einem Bericht zufolge wird Christoph Heusgen dort Harald Braun als Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen ablösen.

Merkels sicherheitspolitischer Berater Christoph Heusgen (Mitte) soll einem Bericht zufolge ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen werden. AP

Merkels engster Berater

Merkels sicherheitspolitischer Berater Christoph Heusgen (Mitte) soll einem Bericht zufolge ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen werden.

BerlinKanzlerin Angela Merkel verliert offenbar einen ihrer wichtigsten Mitarbeiter: Ihr außen- und sicherheitspolitischer Berater Christoph Heusgen wechselt 2017 nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ nach New York. Heusgen solle dort als ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen Nachfolger von Harald Braun werden, der in den Ruhestand gehe, berichtete das Blatt in einer Vorabmeldung.

Die Bundesregierung wollte die Meldung nicht kommentieren. Man äußere sich nicht zu Personalspekulationen.

Das Bundeskabinett – und damit der Koalitionspartner SPD – muss der Besetzung aller wichtigen Botschafterposten auf den Besoldungsebenen B6 und B9 zustimmen. Dies betrifft die Botschafterposten in Ländern wie den USA, Frankreich oder China, aber auch den Posten bei den UN.

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Der 61-jährige Heusgen ist seit 2005 außenpolitischer Berater Merkels und ist einer ihrer engsten Berater. Vor dem Wechsel ins Kanzleramt war der Diplomat Leiter des politischen Stabes des damaligen EU-Außenbeauftragten Javier Solana.

Heusgen ist international sehr gut vernetzt und hat direkten Kontakt auch zu Regierungschefs. Seinen Status machte eine Episode beim Besuch des US-Präsidenten in Berlin deutlich: Barack Obama hatte am Freitag vor einer Woche nach der Verabschiedung von Merkel bereits in seiner Limousine Platz genommen, als er plötzlich wieder ausstieg – um sich noch persönlich und per Handschlag von „Christoph“ zu verabschieden.

Von

rtr

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