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26.01.2016

10:19 Uhr

Clement, Hambrecht und Co.

FDP greift mit neuer Unterstützer-Riege an

39 Manager und Experten gründen ein FDP-Wirtschaftsforum. Der Katalog der Unterstützer der Liberalen liest sich wie ein Who-is-Who der deutschen Wirtschaft und Politik. Darunter sind Aufsichtsratschefs und Ex-Minister.

Der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Chemieunternehmens BASF will die FDP unterstützen. dpa

Jürgen Hambrecht

Der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Chemieunternehmens BASF will die FDP unterstützen.

BerlinDie FDP hat sich einem Zeitungsbericht zufolge die Unterstützung hochrangiger Wirtschaftsvertreter gesichert. 39 Manager und Experten hätten das FDP-Wirtschaftsforum gegründet, berichtete „Bild" (Dienstagausgabe) vorab. Zu den Mitgliedern gehörten Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, BASF-Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht, der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark und der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement.

Sie sollten die FDP-Spitze künftig beraten und unterstützen. Die Wirtschaftsvertreter fordern demnach in einem Thesenpapier, dass der Markt „wieder ordnungspolitischen Vorrang vor staatlicher Regulierung und Transferpolitik“ bekommt. Als konkrete Vorschläge werden unter anderem einheitliche Steuersätze bei der Einkommens- und Mehrwertsteuer, bundesweit geltende Bildungsstandards sowie mehr Investitionen in Infrastruktur und IT-Verwaltung genannt.

Das ist Christian Lindner

Heimat

Christian Lindners Heimat ist das Bergische Land. Geboren wurde er am 7. Januar 1979 in Wuppertal, aufgewachsen ist er in Wermelskirchen.

Studium

Der Wermelskirchener studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Philosophie an der Rheinischen Friedrich‐Wilhelms‐Universität Bonn und schloss sein Studium 2006 mit einem Magister Artium ab. In seiner Magisterarbeit am Institut für politische Wissenschaft beschäftigte er sich mit dem Thema „Steuerwettbewerb und Finanzausgleich. Kann die Finanzverfassung reformiert werden?“. Anschließend begann er mit der Abfassung seiner Dissertation, die er aufgrund seiner politischen Tätigkeit aber bisher nicht abgeschlossen hat.

Beruflicher Start

Von 1997 bis 2004 war Lindner Inhaber einer Werbeagentur sowie Mitgründer eines Internet‐Unternehmens. In dieser Zeit gab er zwei Fachbücher heraus.

Politischer Werdegang

Mit 16 trat er der FDP bei. Von 1996 bis 1998 war er Landesvorsitzender der Liberalen Schüler NRW und Vorstandsmitglied der Jungen Liberalen NRW.

Gestalter in Düsseldorf

Seit 1998 ist Linder Mitglied des NRW-Landesvorstandes der FDP. Von 2000 bis 2009 war er Abgeordneter des nordrhein‐westfälischen Landtags, wo er die Themen Generationen, Familie, Integration sowie Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie verantwortete, seit 2005 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Von 2004 bis April 2010 war Lindner zugleich Generalsekretär des FDP‐Landesverbandes Nordrhein‐Westfalen.

Von Düsseldorf nach Berlin

2009 wechselte Lindner in den Deutschen Bundestag und wurde zum Generalsekretär seiner Partei berufen. Dieses Amt gab er im Dezember 2011 zurück. Sein Bundestagsmandat gab er im Zuge der NRW‐Landtagswahl im Juli 2012 auf.

An die Spitze der FDP

Lindner ist seit der Landtagswahl im Mai 2012 Mitglied des Landtages (Rheinisch-Bergischer Kreis) sowie Vorsitzender der Landtagsfraktion und des Landesverbandes der FDP in Nordrhein‐Westfalen. Nach einer historischen Zäsur für die FDP bei der Bundestagswahl 2013 wurde er am 7. Dezember des selben Jahres zum Bundesvorsitzenden der FDP gewählt.

Privates

Lindner ist seit August 2011 mit der „Zeit“-Journalistin Dagmar Rosenfeld-Lindner verheiratet.

Die FDP hatte sich zuletzt gegen Angela Merkel (CDU) positioniert und die Bundeskanzlerin erneut zu einer Wende in ihrer Flüchtlingspolitik aufgefordert. „Die deutsche Politik der grenzenlosen Aufnahmebereitschaft und der Aufhebung aller Regeln ist gescheitert“, sagte Parteichef Christian Lindner am Montag. „Wir brauchen dringend ein internationales Signal, dass das deutsche Asylrecht kein genereller Einwanderungsparagraf ist.“

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