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19.01.2005

20:40 Uhr

Clement würdigte den Vorgänger

Neuer Handwerkspräsident fordert Fortsetzung des Reformkurses

Der neue Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, hat die Bundesregierung aufgefordert, ihren Reformkurs fortzusetzen.

HB BERLIN. Notwendig seien Reformen bei Steuern und Arbeitskosten sowie im Sozialbereich, damit das Handwerk seine Potenziale nutzen könne, mahnte Kentzler am Mittwoch bei einem Empfang anlässlich seines Amtsantritts vor mehreren hundert Gästen in Berlin. „Das Handwerk ist das Herz des Mittelstandes.“ Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hob den „unverzichtbaren Beitrag“ der Handwerksbetriebe bei der Ausbildung hervor. In den Schulen gebe es derzeit „massive Probleme“, den Übergang in die Betriebe zu gewährleisten. Dies gelinge in wachsenden Maße nicht mehr. Clement würdigte den zum 1. Januar aus dem Amt geschiedenen früheren ZDH-Chef Dieter Philipp, der die Interessen mit viel Überzeugung und Engagement vertreten habe. Auf Vorschlag des ZDH-Präsidiums soll Philipp Ehrenpräsident werden.

CDU-Chefin Angela Merkel sagte, es sei bedauerlich, dass im Handwerk erstmals die Zahl der Beschäftigten unter 5 Millionen gesunken sei. Vor allem für die Handwerksbranche sei es darum wichtig, dass die Binnenkonjunktur gestärkt werde. Nicht die Reform der Handwerksordnung habe darum Priorität, sondern die Umgestaltung von Steuer- und Arbeitsrecht. Der ZDH vertritt 860 000 Betriebe mit rund 4,9 Millionen Beschäftigten.

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