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21.11.2014

14:37 Uhr

„Coffe to go“ als Ökofalle

Verbraucherschützer verteilen Mehrwegbecher

Hochrechnungen zufolge verbrauchen deutsche Kaffeetrinker jährlich 6,4 Milliarden Einwegbecher. Das ist problematisch – nicht nur für die Umwelt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat sich nun etwas Besonderes überlegt.

Wer sich einen „Coffee to go“ holt, belastet die Umwelt oft mit Pappbechern und Plastikdeckeln. Doch es gibt auch Alternativen. dpa

Wer sich einen „Coffee to go“ holt, belastet die Umwelt oft mit Pappbechern und Plastikdeckeln. Doch es gibt auch Alternativen.

HamburgDie Verbraucherzentrale Hamburg will eine Kampagne gegen den Trend zu Einwegbechern beim Kaffeetrinken starten. Am kommenden Dienstag werde sie Mehrwegbecher an Passanten in der zentralen Hamburger Einkaufsstraße verteilen, teilte die Verbraucherzentrale am Freitag in der Hansestadt mit. Die Verbraucher sollten dazu bewegt werden, beim beliebten „Coffee to go“ auf Thermosbecher zu setzen. Die mit dem Verbrauch an Pappbechern und Plastikdeckeln verbundenen Umweltbelastung finde bisher „kaum Beachtung“, erklärte Umweltexperte Dirk Petersen. Das solle sich ändern.

Nach Schätzungen und Hochrechnungen werden hierzulande jährlich rund 6,4 Milliarden Einwegbecher allein von Kaffeetrinkern verbraucht. Einer auch von der Verbraucherzentrale zitierten Studie zufolge setzt die Produktion eines Bechers 110 Gramm CO2 frei, belastet also das Klima. Petersen zufolge sind die Einweggefäße aber nicht nur deshalb bedenklich. Sie seien innen mit Kunststoff beschichtet, aus dem auch schädliche Stoffe in den Kaffee entweichen könnten. „Eine gesundheitliche Beeinträchtigung kann nicht ausgeschlossen werden.“

Die Hamburger Verbraucherzentrale wies darauf hin, dass viele Coffeeshops Mehrwegbecher anbieten und häufig sogar Preisnachlässe gewährten, wenn Kunden einen Becher mitbringen. Ein eigener Marktcheck habe gezeigt, dass dies bei der Hälfte der Anbieter der Fall sei. Nur zwei Läden hätten es dabei abgelehnt, Kaffee in mitgebrachte Mehrwegbecher auszuschenken.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Wolfgang Trantow

25.11.2014, 20:22 Uhr

Sehr seltsam! Wieder will man den Deutschen bestrafen! Warum weigert man sich die Kapitäne zur Verantwortung zu ziehen, die unsere Meere vorsätzlich verschmutzen???

Herr Wolfgang Trantow

25.11.2014, 20:24 Uhr

Mehrwegbecher? Soll ich auch benutzten Becher trinken im Zeiten von Ebola? Was ist mit den Reinigungskosten? Umweltgerecht?

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