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17.04.2011

11:02 Uhr

Comeback ausgeschlossen

Joschka Fischer lehnt Kandidatur für Grüne ab

Joschka Fischer hat ein politisches Comeback abgelehnt. Zu Spekulationen, er werde 2013 als Kanzlerkandidat antreten, sagte Fischer: "Eine Rückkehr des Joschka Fischer in die Politik ist ausgeschlossen."

Ist derzeit anderweitig beschäftigt: Joschka Fischer berät unter anderem die Rewe-Gruppe. Quelle: dapd

Ist derzeit anderweitig beschäftigt: Joschka Fischer berät unter anderem die Rewe-Gruppe.

BerlinIn einem Interview mit der "Bild am Sonntag" sagte der ehemalige Führungsmann der Grünen: "Ich fühle mich geehrt, dass man mir das zutraut. Aber das ist es dann auch." 2005 hatte Fischer gesagt, er werde nur darüber nachdenken, wenn es dem Land so schlecht gehe, dass es in brauche. "Aber davon ist Deutschland - Gott sei Dank - sehr weit entfernt", sagte Fischer der Zeitung. "Dem Land geht es prächtig - meiner Partei auch."

Bürger halten Fischer für geeignet

Für die Bürger wäre Fischer allerdings auch fünf Jahre nach seinem Rückzug aus der Politik der beste Kanzlerkandidat der Grünen. Dies ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitung. Bei der Frage, wer der beste Kanzlerkandidat für die Grünen wäre, belegt der 63-Jährige mit 17 Prozent Platz 1. Knapp dahinter folgen die Fraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin mit 16 Prozent und Renate Künast mit 14 Prozent.

Merkel und Gabriel vor Fischer

Grundsätzlich würden es 29 Prozent der Deutschen gut finden, wenn Fischer bei der nächsten Bundestagswahl Kanzlerkandidat wird. Im direkten Kanzlervergleich unterliegt der frühere Außenminister jedoch Amtsinhaberin Angela Merkel und Sigmar Gabriel: 39 Prozent würden die CDU-Chefin direkt zur Kanzlerin wählen, 22 Prozent den SPD-Chef und 16 Prozent Joschka Fischer.

Emnid befragte am vergangenen Donnerstag 502 Personen.

Von

dapd

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

17.04.2011, 12:10 Uhr

Uns fällt ein Stein vom Herzen !

Account gelöscht!

17.04.2011, 12:12 Uhr

Nicht ausgeschlossen das er Opfer seiner eigenen "Putzkolonne " würde !

Alex

17.04.2011, 13:34 Uhr

An die Grünen-Wähler und 17%, die ihn als Kanzlerkandidaten favorisieren:

"... Spätestens seit der Insolvenz des Modelleisenbahn-Produzenten Märklin wird auch in den bürgerlichen Medien Kritik an der fragwürdigen Praxis der Investoren laut, bislang galten die Private Equity Firmen gegenüber Hedgefonds als kleineres Übel. Doch der britische Finanzinvestor Kingsbridge hatte Märklin regelrecht ausgeplündert. So musste das traditionsreiche Unternehmen Managementgebühren nach London abführen und 40 Millionen Euro für letztendlich wertlose Gutachten zahlen. Geld, das anscheinend bei Kingsbridge versickerte. ... Besonders in der Krise wird deutlich, dass die Spekulanten kein Interesse an langfristigen Strategien haben. Gerät eines der Unternehmen in Schieflage, lässt man es fallen.

Diese Tatsachen dürften auch Joschka Fischer bekannt sein. Doch bereits der Bundesabgeordnete Fischer war als Gastredner bei Investmentbanken und -fonds beliebt: Barclays Kapital, DWS Invest oder Goldman Sachs, die Liste seiner Auftraggeber aus dem Jahre 2006, seinem letzten als Bundestagsabgeordneter, liest sich wie ein Who is Who der Branche. Auf der nun bevorstehenden Konferenz im Frankfurter Marriott Hotel wird er über »ökonomische Herausforderungen und Chancen« referieren. Und Fischer weiß, wovon er redet, schließlich ist er selbst für den Hedgefonds der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright tätig. Als »strategischer Berater« nutzt Fischer die während seiner Amtszeit erworbenen intimen Kenntnisse der Probleme armer Länder. Denn die Albright Capital Management hat sich auf risikoreiche Märkte in den Schwellenländern Osteuropas und Afrikas spezialisiert.

Außerdem vermittelt der Fonds auch Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP), in denen private und staatliche Akteure kooperieren – oft zum Nachteil der öffentlichen Hand. ..."

http://www.neues-deutschland.de/artikel/143626.anlagetipps-vom-ehemaligen-aussenminister.html

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