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12.09.2012

13:29 Uhr

Cornelia Yzer

Berlin hat eine neue Wirtschaftssenatorin

Die Hauptstadt hat eine neue Wirtschaftssenatorin: Die Lobbyistin und Politikerin Cornelia Yzer wird den Posten antreten. Ihre frühere Arbeit könnte der Koalition allerdings ein Dorn im Auge sein.

Berlins designierte Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer. dapd

Berlins designierte Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer.

BerlinDie ehemalige Pharmalobbyistin und CDU-Bundestagsabgeordnete Cornelia Yzer wird neue Berliner Wirtschaftssenatorin. Das gab CDU-Landesparteichef Frank Henkel am Mittwoch bekannt. Die 51-jährige Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlerin folgt Sybille von Obernitz nach, die am Samstag nach Querelen um die Besetzung des Berliner Messe-Chef-Postens überraschend um ihre Entlassung gebeten hatte. „Yzer ist eine kompetente und erfahrene Persönlichkeit, die sich sowohl in Politik als auch in der Wirtschaft auskennt“, sagte Henkel.

Eigentlich galt Cornelia Yzer nach ihrem Abgang vom mächtigsten Pharmaverband schon als abgeschrieben. Die 51-Jährige war bis zum vergangenen Jahr 15 Jahre lang Hauptgeschäftsführerin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller, der als einer der mächtigsten Lobby-Vergände gilt. Fest steht: Die Managerin und Rechtsanwältin gilt als bestens vernetzt in Wirtschaft und Politik. Ihre frühere Lobbyistentätigkeit könnte anderen selbst in der rot-schwarzen Koalition allerdings ein Dorn im Auge sein.


Schon seit Jugendtagen ist Yzer CDU-Mitglied, hatte führende Posten in der Partei inne und war von 1992 bis 1994 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Frauen und Jugend unter der früheren Ministerin Angela Merkel. Danach wechselte sie in gleicher Position ins Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. In Berlin kennt Yzer sich bestens aus - sie lebt seit Jahren in der Hauptstadt.

1997 wechselte die im nordrhein-westfälischen Lüdenscheid geborene Tochter eines Bauunternehmers zum einflussreichen Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), wo sie im vergangenen Jahr jedoch überraschend als Hauptgeschäftsführerin ausschied. Führende Pharmakonzerne sollen mit ihrer Arbeit unzufrieden gewesen sein.

In sozialen Netzwerken beschreibt sich Yzer selbst als „erfahrene Mittlerin zwischen Industrie und Politik“. Dies dürfte ihr in Berlin nach dem Rücktritt ihrer Vorgängerin Sybille von Obernitz (parteilos, für die CDU) zu Gute kommen. Obernitz hatte es sich mit ihrer forschen Art nach und nach mit der Berliner Wirtschaft verscherzt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Nachwuchs

12.09.2012, 19:02 Uhr

Wieso stört man sich an ihrer Vergangenheit? Jeder soll doch eine 2. Chance haben. Wichtiger ist doch, warum die Senatorin Kolat sich weigert für die Armeniermorde sich zu entschuldigen bzw. Wiedergutmachung zu leisten? Nur weil sie Türkin bzw. türkischen Ursprungs ist und keine Deutsche, die für alles verantwortlich sind?

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