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25.11.2011

12:07 Uhr

CSU-Abfuhr

„Wir haben für Guttenberg keine vakanten Stellen“

Karl-Theodor zu Guttenberg sorgt für heftigen Ärger in der CSU. Die Tür für eine schnelle Rückkehr in ein Parteiamt scheint verschlossen. Das heizt Spekulationen über die Gründung einer Guttenberg-Partei an.

Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU). dapd

Der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).

Berlin/AussigDie CSU-Parteispitze hat mit großer Verärgerung auf kritische Bemerkungen Karl-Theodor zu Guttenbergs über den Zustand der Partei reagiert. „Die Parteienkritik von Karl-Theodor zu Guttenberg liegt völlig daneben“, sagte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer am Donnerstag am Rande seiner Tschechien-Reise in Aussig (Ústí nad Labem). „Es ist kein guter Stil, wenn alles und jeder herabgesetzt wird, um selbst erhöht zu werden.“ Seehofer bat Guttenberg, die „Wortgirlanden zu beenden“ und Rücksicht zu nehmen auf die Tausenden, die sich in deutschen Parteien täglich engagierten für die Zukunft des Landes.

Guttenberg hatte der CSU in der „Zeit“ den Anspruch abgesprochen, eine Volkspartei zu sein, und Sympathien für die Gründung einer neuen Partei erkennen lassen. Auch der ehemalige CSU-Chef Erwin Huber zeigte sich auf N24 verärgert über Guttenberg. Er habe „wenig Verständnis dafür, wenn er mehr oder weniger als Entree für die Rückkehr in die Politik in Deutschland zunächst einmal die handelnden Personen mit Kritik überzieht“. Wer Solidarität brauche, sollte sich zunächst einmal mit konstruktiver Mitarbeit hervortun. „Und die würde ich auch meinem Freund Karl-Theodor sehr empfehlen.“

Zu einem möglichen Comeback Guttenbergs sagte Huber: „Karl-Theodor zu Guttenberg kann sich in der eigenen Partei jederzeit wieder um ein Mandat bewerben. Aber es ist nicht so, dass wir einen Thron frei halten.“ Sowohl in der Bundesregierung als auch in Bayern sei „kein Posten unbesetzt“. Huber betonte: „Wir haben keine vakanten Stellen.“

Im „Zeit“-Interview fragt Chefredakteur Giovanni di Lorenzo den mit seiner Familie in die USA gezogenen Guttenberg, ob dieser sich vorstellen könne, für eine andere politische Partei anzutreten. Darauf antwortet Guttenberg, dass er „zurzeit“ Mitglied der CSU sei. Auf die Frage, ob die Betonung auf dem Wort „zurzeit“ liege, antwortete er: „Dabei möchte ich es bewenden lassen. Nicht jede Betonung muss bereits eine Drohung sein.“

Kommentare (21)

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naund

25.11.2011, 12:36 Uhr

Keine vakanten Stellen, na und. Bei diesen Blockparteien ist nichts nötiger als eine neue demokratische Partei! Guttenberg hat abgeschrieben, sein Amt niedergelegt und eine Strafe bezahlt - immer die Kirche im Dorf lassen. Das Vergehen der noch aktiven Parlamentarier, die ohne zu wissen worüber sie abstimmen für den Lissabonvertrag und den EFSF gestimmt haben finde ich viel verwerflicher. Millonen Einzelschicksale sind betroffen!!!

commonman

25.11.2011, 12:40 Uhr

dann wird die ganze "neue" partei als erstes den schuhplattler > http://vimeo.com/20426569 lernen müssen.

werneremil

25.11.2011, 12:48 Uhr

hey anonymer benutzer,willst du einen betrugs-ami in der csu???soll er doch in den usa eine antideutsche partei gruenden hier hat der nichts mehr verloren genauso wie das ganze "von und zu"Gesocks.ab in die usa damit,dort ist der poliker schrottplatz der ganzen welt versammelt,mit einer schwarzen grosse null als haeuptling.auf ihr "von und zu"nullen lasst euch dort abschiessen wie karnickel-was anderes habt ihr dch soweso nicht verdient.

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