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22.01.2007

13:10 Uhr

CSU

Beckstein rudert zurück, Pauli greift an

Neuer Tag, neues CSU-Theater: Noch am Wochenende konnte es Spitzenpolitikern der Partei mit Stoibers Rückzug nicht schnell genug gehen. Schon heute wollen Beckstein und Glos von einem Machtwechsel vor dem Sommer nichts mehr wissen. Für neue Unruhe sorgt zudem „Königmörderin“ Gabriele Pauli.

Mitten drin in der Führungsdebatte: Bayerns Innenminister Günther Becksteinund die Fürther Landrätin Pauli. Foto: dpa dpa

Mitten drin in der Führungsdebatte: Bayerns Innenminister Günther Becksteinund die Fürther Landrätin Pauli. Foto: dpa

HB MÜNCHEN. Ende September, so hatte es Edmund Stoiber angekündigt, wolle er zurücktreten. Noch ein dreiviertel Jahr bis zum Wechsel. Viel zu lang, findet manch einer in der Führungsspitze - so auch Günther Beckstein, sein mutmaßlicher Nachfolger. Es sei zwar der Wunsch Stoibers, bis Ende September im Amt zu bleiben, sagte Bayerns Innenminister der "Süddeutschen Zeitung". "Aber über zwei Monate weniger wird man sicherlich reden können."

Jetzt ruderte Beckstein zurück. Am Montag sprach er sich doch für den von Stoiber genannten Rücktritts-Termin Ende September aus. „Der Termin ist gesetzt, die Entscheidung steht“, sagte er vor Beginn der CSU-Vorstandssitzung in München. „Ich stehe ganz klar zum Termin Ende September, Anfang Oktober.“

Auch Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, der am Wochenende einen früheren Rückzug Stoibers als Partei- und Regierungschef erstmals ins Spiel gebracht hatte, sagte jetzt: „Ich habe den Zeitplan nicht in Frage gestellt.“ Wer „so viel Großartiges“ geleistet habe wie Stoiber, „den sollte man nicht drängen“.

CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann und weitere Vorstandsmitglieder sprachen sich ebenfalls gegen einen vorgezogenen Rücktritt Stoibers aus. „Ich bin ganz entschieden der Meinung, dass wir diese sehr honorige Entscheidung des Ministerpräsidenten respektieren sollten“, sagte Herrmann.

Der CSU-Vorstand berät seit 12 Uhr zudem über das weitere Vorgehen im Machtkampf zwischen Erwin Huber und Horst Seehofer um den Parteivorsitz. Beide halten an ihren Kandidaturen für den Posten fest - betonen aber gleichzeitig, dass eine einvernehmliche Lösung möglich sei.

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