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20.09.2012

17:18 Uhr

CSU-Chef und Ministerpräsident

Seehofer will 2018 Schluss machen

In sechs Jahren sagt CSU-Chef Horst Seehofer „Servus“: Spätestens dann will der bayerische Ministerpräsident aufhören. Im Fall einer Wiederwahl will er zwar bis zum Ende im Amt bleiben. Danach sei aber Schluss.

Parteichef Seehofer: „ Bis 2018 ist alles, was meine Nachfolge betrifft, von gehobenem Unterhaltungswert.“ dpa

Parteichef Seehofer: „Bis 2018 ist alles, was meine Nachfolge betrifft, von gehobenem Unterhaltungswert.“

Bad StaffelsteinDie CSU muss sich spätestens im Herbst 2018 einen neuen Spitzenmann suchen. Der bayerische Ministerpräsident und Parteichef Horst Seehofer kündigte am Donnerstag an, dass er zu diesem Zeitpunkt definitiv aufhören will. Der 63-Jährige sagte zum Abschluss der Klausur der CSU-Fraktion im oberfränkischen Kloster Banz, im Falle seiner Wiederwahl im Herbst nächsten Jahres werde er zwar die gesamte Legislaturperiode im Amt bleiben. Danach sei aber „Schluss“.

Der Ministerpräsident wandte sich gegen Spekulationen, dass er vorzeitig Platz für einen jüngeren Nachfolger machen könnte. Solche Mutmaßungen seien nicht realistisch. Seehofer lobte zugleich den Verlauf der Klausur: „Die letzten drei Tage haben unterstrichen, dass die Landtagsfraktion die Herzkammer der CSU ist - und zwar eine starke Herzkammer.“

Trotz seiner gestärkten Machtposition durch die Spitzenkandidatur bei der bayerischen Landtagswahl 2013 will Seehofer auf einen noch selbstbewussteren Kurs gegenüber den Berliner Koalitionspartnern CDU und FDP verzichten. Er stimme mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „fast überall überein“. Spannungsbögen zwischen Berlin und Bayern seien kein Problem, wenn man damit freundschaftlich umgehe.

Seehofer fügte mit Blick auf seine Zusammenarbeit mit Merkel hinzu: „Wir haben das bis jetzt gut durchgesteuert miteinander - und das wird auch so bleiben.“

„Bayern ist ein Lebensgefühl“

Im Freistaat setzt der Ministerpräsident auf ein „Dreieck“ aus „Vertrauen, Zukunft und Emotionen“. Seehofer erläuterte: „Vertrauen erwerben Sie durch Leistung, Zukunft durch glaubwürdige Perspektiven - und Emotion ist Bayern. Bayern ist ein Lebensgefühl.“

Auch CSU-Fraktionschef Georg Schmid äußerte sich zufrieden über den Verlauf der Klausur: „Wir haben in großer Geschlossenheit wichtige Entscheidungen getroffen.“ Dazu zähle, „dass wir mit Horst Seehofer als Ministerpräsident in die Herausforderungen des kommenden Jahres hinein gehen“. Im Kloster Banz habe sich gezeigt, „dass die CSU die einzige politische Kraft ist, die Zukunftsperspektiven entwickelt“.

Der Chef der CSU-Europagruppe, Markus Ferber, unterstützt trotz gelegentlicher Meinungsunterschiede mit Seehofer ebenfalls dessen Spitzenkandidatur. Ferber sagte nach einem Gespräch mit der Faktion, bei der Wahl gehe es um die „grundsätzliche Frage der Zukunftsfähigkeit der CSU“. Um sie sicherzustellen, sei „ausschließlich Horst Seehofer der geeignete Kandidat“.

Siemens-Chef Löscher wirbt für Festhalten am Euro

Zu Gast bei der Klausur war am Donnerstag auch der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher. Er mahnte nach Angaben Seehofers, der Euro dürfe trotz Schuldenkrise nicht zur Disposition gestellt werden. Sonst käme die bayerische Wirtschaft in Bedrängnis.

Von

dapd

Kommentare (2)

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GodByeSeehafer

20.09.2012, 17:45 Uhr

Eine Wiederwahl der CSU in Bayern wird es 2013 vermutlich nicht geben.

Die jungen Wähler haben die Söders, Dobrindts und Seehofers längst durchschaut. Und die greisen CSU-Stammwähler werden der CSU den Dolchstoß geben.

Die Tage der CSU-Landesregierung sind wohl gezählt! Und Nachwuchs scheint nicht vorhanden.

Account gelöscht!

21.09.2012, 09:58 Uhr

Seehofer,du Wendejacke und Einknicker vor der "Ändschiii-Einheitsfront für Machterhalt und Heimatvernichtung" in Berlin, erspar uns das!!! Steig 1913 aus und überlasse die Parteiführung wahren Patrioten wie Gauweiler und die Wählerzahlen werden garantiert steigen!

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