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05.01.2011

21:10 Uhr

CSU-Klausur

Friede und Freude in Wildbad Kreuth

Führungsdebatte? Ach wo! Auf ihrer traditionellen Klausurtagung in Waldbad Kreuth demonstriert die CSU Geschlossenheit. Eine Umfrage, wonach Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als Parteichef weit mehr holen könnte als der amtierende Horst Seehofer, kam da allerings recht ungelegen.

Ministerpräsident Seehofer vor der Presse: "gute Geschlossenheit". DAPD

Ministerpräsident Seehofer vor der Presse: "gute Geschlossenheit".

HB WILDBAD KREUTH. Die CSU hat Spekulationen über einen internen Führungsstreit wie bei der FDP zurückgewiesen und die Liberalen gleichzeitig in scharfer Form zur Ordnung gerufen. CSU-Chef Horst Seehofer warnte angesichts der Führungskrise beim Koalitionspartner am Mittwoch in Wildbad Kreuth gar vor einem Verlust der schwarz-gelben Mehrheit.

Bei der Klausur der CSU-Landesgruppe mahnte Seehofer nach Angaben von Teilnehmern, es gehe jetzt darum, ob Deutschland von einer linken Mehrheit oder weiter von einem bürgerlichen Bündnis regiert werde.

Die Lage der Liberalen sei nicht nur Sache der FDP, sondern auch der gesamten bürgerlichen Koalition, sagte Seehofer. Die Union müsse nun die stabilisierenden Kräfte in der FDP stärken. Niemand solle glauben, dass ein Wechsel des Koalitionspartners möglich sei. Wenn sich die Union aus dieser Regierung verabschiede, dann sei die Opposition die Alternative, sagte Seehofer.

Seehofer betonte, er fühle sich "pudelgesund". Wenn alles so bleibe, werde er im Herbst wieder für den Parteivorsitz kandidieren. Er sei hochmotiviert, die CSU zeige zudem Teamgeist und "gute Geschlossenheit".

Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich bekräftigte, bei der Klausur gehe es nicht um Personaldebatten, sondern um Sachthemen. Die CSU sei gut aufgestellt, "personell, inhaltlich, mental und physisch" und "der Impulsgeber" für die schwarz-gelbe Koalition in Berlin.

Nach einer am Dienstag veröffentlichen Emnid-Umfrage befindet sich die CSU in der Wählergunst leicht im Aufwind und liegt derzeit in Bayern bei 45 Prozent. Von den Befragten gaben allerdings 80 Prozent der CSU mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als Nummer 1 deutlich bessere Chancen als mit Seehofer (zwölf Prozent) - was sofort Fragen nach einem Führungswechsel auslöste. Die CSU-Spitze wird auf einem Parteitag im Herbst neu gewählt.

Guttenberg hielt sich in Kreuth zurück und lehnte eine Debatte über einen Führungswechsel in der CSU ebenfalls strikt ab. Wichtig sei vielmehr, dass die Partei insgesamt eine gute Leistung erbringe, sagte der CSU-Politiker.

Kommentare (1)

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aruba

06.01.2011, 08:06 Uhr

Guten Tag,.... Ach wie schoen wenn Christen zur Weihnachtszeit eng zusammenruecken und nur Gutes und Soziales im Sinn haben. ich bin geruehrt und geschuettelt. besten Dank

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