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31.07.2014

14:16 Uhr

CSU-Politiker

Gauweiler kündigt Reise nach Russland an

„Eine kleine Rede über Russen und Deutsche“ will CSU-Vize Gauweiler in Moskau halten. Der Politiker steht wegen einigen Äußerungen zur Ukraine-Krise bereits in der Kritik. Der Bundestag könnte seine Reise noch verbieten.

Eine „kleine Rede“ am Goethe-Institut in Moskau: Peter Gauweiler ist gespannt, ob er das darf. dpa

Eine „kleine Rede“ am Goethe-Institut in Moskau: Peter Gauweiler ist gespannt, ob er das darf.

MünchenDer CSU-Vizevorsitzende Peter Gauweiler plant eine Reise nach Moskau. Er wolle Mitte September in die russische Hauptstadt fliegen, „um eine kleine Rede über Russen und Deutsche zu halten und wie es weitergehen soll“, kündigte der Bundestagsabgeordnete in einer Kolumne für den „Münchner Merkur“ vom Donnerstag an. Anlass sei eine Veranstaltung des Moskauer Goethe-Instituts zur Eröffnung des Jahres der deutschen Sprache in Russland.

Gauweilers geplante Reise muss noch vom Bundestag genehmigt werden, so sehen es die Regeln vor. Er sei „neugierig“, ob der Bundestag eine Genehmigung erteile, schrieb Gauweiler. Zudem müsse „vorher geklärt werden, ob ein CSU-Vize das überhaupt darf“.

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Gauweiler war in den vergangenen Wochen wegen prorussischer Äußerungen in der eigenen Partei in die Kritik geraten. Den Einsatz von Bundeswehrsoldaten als OSZE-Militärbeobachter in der Ostukraine hatte er als „nicht im deutschen Interesse“ kritisiert. Zudem mahnte er, die Partnerschaft mit Russland nicht zu gefährden.

Von

afp

Kommentare (6)

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Herr Peter Kock

31.07.2014, 14:46 Uhr

.... er wird ein paar neue Kontakte knüpfen für sein weiteres Zubrot !

Herr Manfred Zimmer

31.07.2014, 14:46 Uhr

Herr Gauweiler wird überrascht sein, welche Deutschfreundlichkeit ihm entgegen schlägt!

Russen wissen, dass das russisch-deutsche Verhältnis seit Generationen geprägt ist. Russen denken an die Zarinnen, wir an die Ehefrauen unserer Kaiser. Wir denken aber auch daran, dass es eine russische Zarentochter war, die Baden-Württemberg aufbaute und zu dem machte, was Baden-Württemberg heute ausmacht.

Gauweiler sollte also nicht überrascht sein!

Wo er schon einmal dort sein wird, sollte er die Gelegenheit nicht verpassen, persönlich mit Herrn Snowden zu sprechnen und ihm im Namen der deutschen Bürger für seine Leistungen zum Schutz deren Grundrechte zu danken.

Herr Wolfgang Böhm

31.07.2014, 15:23 Uhr

Gauweiler hat recht: das russisch- deutsche Verhältnis darf nicht beschädigt werden. Wir brauchen sie beide- die Russen für das Gas, die Amis für die Sicherheit. Dafür müssen wir uns wie Vasallen behandeln lassen. Da bekommen Sonntagsreden von Recht und Freiheit doch gleich ein anderes Gewicht.

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