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09.05.2017

17:05 Uhr

Cyberattacken

Bundesamt warnt deutsche Parteien vor Hacker-Angriffen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weist die deutschen Parteien ausdrücklich auf mögliche Cyber-Risiken hin. Erst kürzlich wurde auch der französische Wahlkampf von Hackern ins Visier genommen.

Auch deutsche Parteien sollen laut Experten im Fokus von internationalen Hackern stehen. dpa

Cyberattacke

Auch deutsche Parteien sollen laut Experten im Fokus von internationalen Hackern stehen.

BerlinNach dem Hackerangriff auf Emmanuel Macron kurz vor seiner Wahl zum französischen Präsidenten hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die deutschen Parteien erneut zur Vorsicht gemahnt. „Die aktuellen Berichte über die Cyber-Angriffe auf die Macron-Kampagne haben wir zum Anlass genommen, die Parteien erneut auf mögliche Cyber-Risiken im Zusammenhang mit den Wahlen hinzuweisen“, sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Den Parteien seien auch konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der IT-Sicherheit zur Verfügung gestellt worden.

Als nationale Sicherheitsbehörde nehme das BSI die Risiken von Cyber-Angriffen im Zusammenhang mit den Wahlen in Deutschland sehr ernst, sagte Schönbohm. Im Zusammenhang mit den Wahlen im Saarland und Schleswig-Holstein gebe es bislang keine Erkenntnisse über Auffälligkeiten oder Manipulationen. Mit den Verantwortlichen der Parteien werde seit einigen Monaten gesprochen und sie würden bei der Umsetzung von IT-Sicherheitsmaßnahmen unterstützt.

Wahl in Frankreich: Hacker nehmen offenbar Macron ins Visier

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Die IT-Sicherheitsfirma Trend Micro geht davon aus, dass Hacker das Wahlkampfteam von Emmanuel Macron angegriffen haben. Die Hackergruppe wird mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung gebracht.

Bei dem Hackerangriff auf Macron wurden nach Angaben seines Teams echte Dokumente gestohlen und zusammen mit fingierten online gestellt. Ziel sei es gewesen, Macron kurz vor der Wahl zu diskreditieren. Rund neun Gigabyte an Daten wurden von einem Nutzer auf der Plattform Pastebin veröffentlicht.

Von

rtr

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