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18.11.2014

20:00 Uhr

Cyberattacken gegen Bundesregierung

Immer mehr Hacker-Angriffe auf den Staat

Etwa 3000 Hacker-Angriffe auf die IT-infrastruktur des Bundes finden pro Tag statt. Laut Verfassungsschutz stellen etwa fünf davon eine ernsthafte Gefahr dar. Es sind Attacken ausländischer Nachrichtendienste.

Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. Die Zahl der Cyberattacken auf die Bundesregierung und deutsche Firmen nimmt immer weiter zu. Reuters

Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. Die Zahl der Cyberattacken auf die Bundesregierung und deutsche Firmen nimmt immer weiter zu.

BerlinDie Bundesregierung muss immer öfter Cyberattacken ausländischer Geheimdienste abwehren. „Wir stellen fest, dass es häufiger Angriffe gibt von Nachrichtendiensten gegen die IT-Infrastruktur der Bundesregierung und gegen deutsche Unternehmen“, sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, am Dienstag bei einer Veranstaltung in Berlin.

Von den geschätzten 3000 Angriffen von Hackern oder Kriminellen pro Tag auf das Netz des Bundes sei zwar der überwiegende Teil harmlos. Problematisch seien jedoch etwa fünf Angriffe pro Tag von Geheimdiensten etwa aus China oder Russland. Diese seien so ausgeklügelt, „da kann uns auch was durch die Lappen gehen“, sagte Maaßen.

Schon der Verfassungsschutz zusammen mit dem Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hätten Schwierigkeiten, diese Attacken aufzuklären. Firmen hätten diese Probleme daher erst recht. Maßgeschneiderte Angriffe auf die Bundesregierung kämen vor allem zu internationalen Tagungen, wie etwa G20-Treffen vor.

Regierungsmitglieder mit wichtiger Berater -Funktion erhielten dann beispielsweise infizierte E-Mails mit PDF-Anhang, die scheinbar von einem Berater einer anderen Nation stammten.

Welche EU-Netzpolitik die Internetwirtschaft will

Investitionssicherheit für Unternehmen

Ein gemeinsamer europäischer Binnenmarkt für elektronische Kommunikation darf nicht auf Kosten des fairen Wettbewerbs gehen. Wir brauchen Marktvielfalt, Chancengleichheit und Investitionssicherheit für Unternehmen, keine Marktkonsolidierung.

Quelle: eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (Stand: Mai 2014)

Ausgewogene Definition von Netzneutralität

Eine tragfähige Definition von Netzneutralität kann nur auf Basis eines ausgewogenen Kompromisses zwischen den Interessen der Nutzer und der Wirtschaft entstehen. Der vorliegende Definitionsvorschlag des EU-Parlaments liefert einen ersten Ansatz für weitere regulatorische Aktivitäten auf europäischer Ebene.

Datenschutz-Grundverordnung muss kommen

Wir brauchen eine europäische Datenschutz-Grundverordnung, die ein einheitliches, harmonisiertes europäisches Datenschutzniveau für den gesamten Bereich der Datenverarbeitung schafft. Diese sollte zügig, gleichwohl möglichst gründlich ausgearbeitet, verabschiedet werden.

Vorratsdatenspeicherung fallen lassen

Die anlass- und verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung ist unverhältnismäßig und verstößt gegen die Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Europäische Kommission, Parlament und Ministerrat sollten das entsprechende Urteil des EuGH zum Anlass nehmen, von einer Neuauflage einer Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung abzusehen.

Erhöhung der IT-Sicherheit

Europäische und internationale Standards sowie ein vereinheitlichter Rechtsrahmen sind sinnvolle Mittel zur Erhöhung der IT-Sicherheit in Europa. Regulatorische Vorgaben für Unternehmen müssen dabei praxisgerecht, zweckmäßig und mit Augenmaß ausgestaltet und umgesetzt werden. Nationale Alleingänge sind nicht zielführend.

Lehren aus der NSA-Ausspähaffäre

Die Europäische Union muss Konsequenzen aus der NSA-Ausspähaffäre ziehen und eine Übereinkunft treffen, die die Befugnisse und Grenzen von Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden sowie die Inpflichtnahme von Telekommunikationsunternehmen hierzu verbindlich regelt. Nur so lässt sich das Vertrauen ins Internet wieder herstellen.

E-Commerce-Richtlinie erhalten

Die E-Commerce-Richtlinie ist mit ihrem ausgewogenen Verantwortlichkeits- und Haftungsregime ein Garant für den Erfolg der Internetwirtschaft in Europa. Diese Rechtsgrundlage sollte in ihrer jetzigen Form unangetastet bleiben und unbedingt erhalten werden.

Urheberrecht modernisieren

Die Europäische Union muss eine Gesamtstrategie zur Modernisierung und Anpassung des Urheberrechts an die Gegebenheiten und Anforderungen einer zunehmend vernetzten und digitalisierten Welt vorlegen.

Internet-Governance Strukturen ausbauen

Die Europäische Union muss mehr Verantwortung bei der Ausgestaltung der zukünftigen Internet Governance Strukturen übernehmen und den Multistakeholder-Prozess weiter stärken. Der entsprechende Vorschlag der Europäischen Kommission sollte gemeinsam mit dem Parlament und dem Rat weiter ausgearbeitet werden.

Illegaler Internet-Inhalte bekämpfen

Die Bekämpfung illegaler Inhalte im Internet ist eine wichtige gesamteuropäische Aufgabe, bei der die nationalen Beschwerdestellen eine wichtige Funktion wahrnehmen. Zur Unterstützung dieses Engagements, das zu einem Teil von den Unternehmen getragen wird, müssen sich auch die Europäische Kommission sowie die nationalen Regierungen finanziell beteiligen.

Maaßen betonte, Berlin sei Hauptstadt der politischen Spionage in Europa. Das Ziel seien unter anderem die Außen-, Verteidigungs-, Rüstungs- und Wirtschaftspolitik.

Die meisten großen Unternehmen in Deutschland seien in punkto Sicherheit gut gerüstet, sagte der Verfassungsschutz-Präsident. „Kleine und mittelständische Unternehmen sind für uns eher Sorgenkinder.“ Diese hätten häufig Probleme, ihre schutzbedürftigen „Kronjuwelen“ zu identifizieren. Oft seien aber auch schon „Kleinigkeiten“ wie Telefonverzeichnisse, Kontakte oder Reisen für Cyber-Spione von Interesse.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Roman Tersano

18.11.2014, 20:16 Uhr

Die Geheimdienste aus den USA müssen gar keine Cyberattacken mehr durchführen, die bekommen die Daten vom Bundesverfassungsschutz vermutlich per Breitbandverbindung direkt zugespeisst.

Herr Guto Barreto

18.11.2014, 20:32 Uhr

SPD, Grüne, CDU, und Linkspartei –antieiropäisch-rassistische Parteien

SPD, Grüne, CDU sind einfach nur mehr unverholene antieuropäische Rassisten – Sie hassen uns ganz einfach nur.

Man kann es nicht mehr anders formulieren, denn auf nichts anderes als antieuropäischer Rassismus läuft deren Politik hinaus. Wir werden immer mehr verdrängt, unsere Kultur und Identität werden abgewertet, ihre Zerstörung durch eine "Multikultur" als "Vielfalt" gefeiert, Europäerfreindlichkeit in allen Variationen seitens bestimmter Migrantengruppen wird totgeschwiegen, christenhassende religiöse Fanatiker aus dem Morgenland dürfen ungestraft und ungehindert ihr Unwesen treiben, und und und.
Verdrängung, Demütigung und Entrechtung –das ist es, was die etablierten Parteien uns bieten.

Und diese Parteien stellen ihre Abneigung, ihre Verachtung und ihrer Hass gegen die christlich-geprägte europäische Bevölkerung dieses Landes immer deutlicher, immer unverhohlner und ungefilterter in Wort und Tat zur Schau.

Frau Margrit Steer

19.11.2014, 14:38 Uhr

Guto Baretto
Sie müssen das ein bißchen ehr differenzieren.
Die Grünen sind Fascisten und eine rassistische Partei und zwar Rassistisch gegen Deusche. Viele Grüne komme aus den kommunistischen Plattformen
Es gibt ein Buch mit dem Titel "Die Wurzeln der Grünen sind die gleichen wie die der Nazis.
Die vermerkelte CDU wird der SED immer ähnlicher.
Die SPD ist gerade dabei, sich wiedeer zwangsvereinigen zu lassen, denn Gabriel wird Merkel immer ähnlicher. DDR-Merkel befiehlt und Gabriel folgt
Dann hat die SPD noch einen ultralinken Flügel, den kann man schon fast vegleichen mit dem Kreis damals um Rosa Luxemburg.
Beide Gruppen der SPS agieren mit Sicherheit nicht im Sinne von Bebel und Lasalle.
Unsere Parteien sind völlig aus dem Ruder gelaufen
Dann haben wir noch die Linke, vormals PDS.
Die PDS hat zu ihrer Vergangenheit in der SED gestanden, das gefiel mir damals. Dann kamen die westdeutschen Linken von der WASG dazu. Diese sid Sektierer, kommen vorwiegend aus der ehemaligen DKP und sonstigen kommunistischen Gruppen.
Seitdem ist die Linke auch intern zerstritten.
Alle Parteien haben eines gemeinsam: das ekelhafte Gutmenschentum und damit werden sie unser Land zugrunde richten

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