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20.02.2012

14:05 Uhr

Daniela Schadt

Die starke Frau an Gaucks Seite

Sie arbeitet als politische Journalistin, ist charmant und einnehmend: Daniela Schadt ist die Frau an der Seite von Joachim Gauck - und bald die neue First Lady Deutschlands.

Der künftige Bundespräsident mit Lebensgefährtin Daniela Schadt. dapd

Der künftige Bundespräsident mit Lebensgefährtin Daniela Schadt.

NürnbergHartnäckig kann sie sein, dabei aber charmant und immer gut informiert: Wenn sie ihren Gesprächspartnern im Nürnberger Presseclub, für den sie sich seit Jahren ehrenamtlich als Beisitzerin im Vorstand engagiert, auf den Zahn fühlt, macht Daniela Schadt dies stets mit einem einnehmenden Lächeln. Mit der 52-jährigen Ressortleiterin Innenpolitik bei der „Nürnberger Zeitung“ wird ein wissbegieriger Medienprofi zur neuen First Lady im Land, ein politischer Kopf, der gerne diskutiert und mitredet.

Die am 3. Januar 1960 im hessischen Hanau geborene zierliche Frau mit den dunkelblonden Haaren ist eine vielfach interessierte Journalistin, die den Themen gerne auf den Grund geht und kritisch hinterfragt. Im Mittelpunkt zu stehen, ist ihre Sache dabei nicht, erzählen Kollegen und Weggefährten und beschreiben sie als sehr bescheiden und als jemanden, der gut im Hintergrund bleiben kann.

Schadt studierte nach dem Abitur in Frankfurt am Main Germanistik, Politik und französische Literatur und kam 1985 als Redakteurin zur „Nürnberger Zeitung“. Seit 2000 ist sie mit Joachim Gauck liiert, den sie in Nürnberg bei einem seiner Vorträge als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen kennenlernte. Wie ihr gesamtes Privatleben behandelte sie auch diese Beziehung stets mit äußerster Diskretion.

Wird Gauck Bundespräsident, wird Schadt ihre Arbeit als Redakteurin wohl aufgeben und ihn mit ganzer Kraft unterstützen. Allerdings dürfte sie sich kaum auf rein repräsentative Aufgaben an der Seite des höchsten Repräsentanten im Land beschränken. Die als intellektuell beschriebene Frau wird sich nach Einschätzung von Kollegen vielmehr eine eigene sinnvolle Aufgabe suchen, eine, in der sie nicht nur wirken, sondern auch bewirken kann.

Von

dapd

Kommentare (10)

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occu

20.02.2012, 14:27 Uhr

Wir sind die 99%

Unsere Werte unterscheiden sich entsprechend unserer verschiedenen Kulturen, aber wir werden eine gemeinsame Basis finden, sie auszudrücken.
Wir können der Politik unserer Regierungen nicht zustimmen, die verantwortlich ist für:
● die Unterstützung großer Unternehmen und Finanzgruppen im Streben nach ihrem Vorteil, wobei die sozialen und kulturellen Werte geopfert werden.
● den zukünftig unvermeidlichen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems, basierend auf der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen anstatt ihrer Erhaltung.
● das auf wirtschaftlichen Interessen basierende Entscheidungssystem mit seinen katastrophalen Folgen für uns BürgerInnen.
Eine solche Regierung repräsentiert uns nicht!
Wir sind besorgt und zunehmend wütend angesichts der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektivlosigkeit.
Wir fragen uns, wieso die Profitmaximierung wichtiger ist, als die Würde des Menschen.


Gauck hält Proteste für “unsäglich albern”

Hunderttausende gingen auf die Straße. Die Anti-Banken-Proteste haben weltweit große Zustimmung gefunden. Er applaudiert nicht: Der ehemalige Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck hält die Demonstranten für Romantiker.
Joachim Gauck hat wenig für die Anti-Banken-Demos übrig© Ulrich Perrey/DPA
er ehemalige Beauftragte für die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit, Joachim Gauck, hält die derzeitige Finanzmarkt-Debatte für “unsäglich albern”.

Bei einer Veranstaltung der Wochenzeitung “Die Zeit” sagte er am Sonntag in Hamburg, der Traum von einer Welt, in der man sich der Bindung von Märkten entledigen könne, sei eine romantische Vorstellung.

HansMeiser

20.02.2012, 18:08 Uhr

Als Pfarrer die Kritik am dahinsiechenden und pervertierten System als unsäglich albern und romatisch zu bezeichnen, hat schon etwas. Dann sollte er aber zumindest auch das Christentum als unsäglich albern, romantisch und noch dazu als vollkommen gescheitert bezeichnen.

debski

21.02.2012, 07:53 Uhr

Meiner Meinung nach muss sich Herr Gauck erinnern, was er seiner ersten und bis heute einziger Ehefrau Gerhild gesagt hat, naemlich, dass er ihnen gegenueber treu bleibt. - Ein Bundespraesident ohne Treue? Also ohne Ehre? - Also: Warum gerade er? Muss es so sein?

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