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05.02.2004

11:41 Uhr

Dank anonymer Zeugenaussage

Hamburger Terrorprozess: Mzoudi freigesprochen

Im zweiten Hamburger Terrorprozess um die Anschläge vom 11. September 2001 ist der angeklagte Abdelghani Mzoudi freigesprochen worden. Dem 31-jährigen Marokkaner könne eine Beteiligung an den Terroranschlägen in den USA nicht nachgewiesen werden, urteilte das Hanseatische Oberlandesgericht am Donnerstag.

Abdelghani Mzoudi am Tag des Freispruchs. Foto: dpa

Abdelghani Mzoudi am Tag des Freispruchs. Foto: dpa

HB HAMBURG. Richter Klaus Rühle sagte am Donnerstag, Mzoudi sei für die Untersuchungshaft zu entschädigen. Der Antrag der Nebenklage auf ein neues Rechtshilfeersuchen war abgewiesen worden.

Der 31-Jährige war Mitte Dezember nach einer überraschend aufgetauchten Zeugenaussage aus der Untersuchungshaft frei gelassen worden, weil das Gericht keinen dringenden Tatverdacht mehr sah. Zu der Entlassung hatte eine vom Bundeskriminalamt präsentierte anonyme Zeugenaussage geführt, wonach Mzoudi nicht von der Planung der Anschläge auf das World Trade Center in New York und das US-Verteidigungsministerium in Washington wusste. Die Bundesanwaltschaft hatte Mzoudi vorgeworfen, als Logistiker der Hamburger Gruppe um den mutmaßlichen Flugzeugentführer Mohammed Atta bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen zu haben. Sie hatte deshalb dessen Verurteilung zu 15 Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

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