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03.07.2015

15:22 Uhr

„Das Deutschland-Prinzip“

Ein Loblied auf die Bundesrepublik

VonDana Heide

Ein Rezeptbuch für Griechenland? Bei der Vorstellung von „Das Deutschland-Prinzip“ strotzen die Teilnehmer vor Nationalstolz. Doch es gibt auch Kritikpunkte. Vor allem Wirtschaftsminister Gabriel verteilt einige Spitzen.

„ Ich freue mich, dass wir mal darüber reden, was gut ist an diesem Land.“ dpa

Daumen hoch von Sigmar Gabriel

Ich freue mich, dass wir mal darüber reden, was gut ist an diesem Land.“

Berlin„Das ist mal eine Publikation der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, in der sie nicht jammert“ sagt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gleich zu Beginn seiner Rede zur Vorstellung des Buches „Das Deutschland-Prinzip“ im traditionsreichen Berliner Buchkaufhaus Dussmann. „Ich freue mich, dass wir mal darüber reden, was gut ist an diesem Land.“

178 Politiker, Unternehmer, Journalisten, Schauspieler und Sportler haben für das Buch Beiträge darüber geschrieben, warum es Deutschland gut geht und wie das so bleiben kann. Herausgegeben wird es vom ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, finanziert und organisiert von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

Im Buch finden sich viele bekannte Namen: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen fordert dazu auf, die Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft „ständig zu pflegen“, Oetker-Chef Arend Oetker mahnt zu mehr Investitionen in Bildung, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fordert im Griechenland-Konflikt auf, „rhetorisch abzurüsten“, US-Botschafter John B. Emerson warnt davor, sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen und Star-Koch Alfons Schuhbeck regt mehr Weltoffenheit an.

„Das Buch kommt zur rechten Zeit“, sagte Clement in Berlin. In der Griechenland-Krise stelle sich auch die Systemfrage. „Griechenland bewegt sich nicht auf dem Boden der Sozialen Marktwirtschaft“, urteilt er.

„Das Buch ist ein Kochbuch, es enthält alle Zutaten für Deutschlands Erfolg“ schwärmte Gastgeberin Catherine von Fürstenberg-Dussmann und lobte das Ansehen von Deutschland in der Welt. „Wenn ich ins Ausland reise, fragen sie mich immer: Warum ist Deutschland so stark und mächtig? Jetzt kann ich ihnen dieses Buch geben.“

Die Griechenland-Krise ist auch an diesem heißen Freitagvormittag im klimatisierten Keller des Kulturkaufhauses Dussmann Thema. „Wir übersehen bei Griechenland, dass es gemessen an der Flüchtlingsfrage und der Ukraine-Krise eher ein kleines Problem ist“, sagt Gabriel und mahnt, die europäische Idee nicht zu vergessen. „Meine Sorge ist groß, dass wir nicht weiter zusammenwachsen sondern eher in Richtung Nationalismus gehen. Wir brauchen mehr europäische Integration. Wir brauchen mehr Regeln.“ Regeln sei es schließlich auch zu verdanken, dass es Deutschland gut gehe. „Als alle Zeichen auf Deregulierung standen, haben wir Tarifautonomie, Flächentarifvertrag und Kündigungsschutz beibehalten.“

Kommentare (3)

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Herr walter danielis

03.07.2015, 16:15 Uhr

Das es in Deutschland so gut läuft, liegt sicher nicht an den deutschen Politikern. Auch nicht an unseren Bodenschätzen oder einem besonders günstigem Klima.
Es hat zwei Gründe:

1. Eine außerordnentlich tüchtige, gut ausgebildete, fleißige Bevölkerung. (das wird sich allerdings ändern, wenn wir alle Facharbeiter und Ingenieure aus Afrika integriert haben.

2.Die umfassende Berufstätigkeit der Frauen mit der Konsequenz einer noch nie dagewesenen demographischen Entwicklung. Das ist eine Hypothek auf die Zukunft und fällt uns mit Sicherheit auf die Füße.

Zitat Sarazin: Deutschland schafft sich ab.

Frau Margrit Steer

03.07.2015, 17:39 Uhr

Diesesd Buch ist doch eine Verarschdung der deutschn Bürger.
Sportler und Schauspiler haben dara mitgewirkt? Ja klar, denen geht es ja auch bestens
Als Schauspiler muß man doch heute nur mal ein paar mal nackt durchs TV rasen und das Geld kommt.
Mann, Mann und mit so as gibt sich Gabriel ab?
Ja stimmt, Deutschland schafft sich ab und zwar auf ganzr Linie

Herr Günther Schemutat

03.07.2015, 20:21 Uhr

Nationalstolz ? Die Deutschen arbeiten und schaffen und die Firmen sind Top.

Das war es schon, dass hat nicht mit Politik zu tun ,aus der nur Verbote kommen
und die Einsicht dass die Politiker nicht mit unseren Steuern sorgsam umgehen.
Je mehr sie haben um so großzügiger werfen sie es allen vor die es brauchen , nur nicht den eigenen Bürgern.
Wir werden bald eine Orgie der Steuererhöhungen erleben , mit der Maut für 7,5 Tonner fängt es ja schon an. Das zahlen wir Bürger.

Auch die MWST um 5 Punkte erhöht was pro Punkt 8-9 Milliarden Euro bringt ist schon leise im Gespräch. Das Geld wird knapp, aber das hindert den Hofstaat nicht immer weiter die Parole auszugeben , dass wir ein reiches Land sind.

Mittwoch bin ich von Hamburg nach Nürnberg per Auto gefahren. Wer noch den Autoput in Jugoslawien kannte , der stimmt mir wohl zu... der war eindeutig besser.
als unsere Strassen heute im Westen.

Wer küsst Merkel wach ?

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