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08.11.2014

15:58 Uhr

Das Ende der Mauer

Ost und West – ein Gegensatz lebt wieder auf

Während Berlin den Fall der Mauer vor 25 Jahren feiert, blicken Zeitzeugen und Zeitgenossen nicht nur zurück, sondern warnen vor einem neuen Ost-West-Gegensatz. Und eine Partei bemüht sich um Vergangenheitsbewältigung.

Berlin feiert den Fall der Mauer. Zahlreiche Menschen tummeln sich am Reichstag in Berlin an den Ballonstelen entlang des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer. Die Laternen sind Teil des Projekts "Lichtgrenze 2014" zum 25. Jahrestag des Mauerfalls. dpa

Berlin feiert den Fall der Mauer. Zahlreiche Menschen tummeln sich am Reichstag in Berlin an den Ballonstelen entlang des ehemaligen Verlaufs der Berliner Mauer. Die Laternen sind Teil des Projekts "Lichtgrenze 2014" zum 25. Jahrestag des Mauerfalls.

BerlinGerade hat der Liedermacher Wolf Biermann die Linke als „elenden Rest“ des DDR-Regimes attackiert. Zum 25. Jahrestag des Mauerfalls verurteilt die Parteiführung noch einmal deutlich das „staatliche Unrecht“ in der DDR und erneuert eine Entschuldigung ihrer Vorgängerpartei PDS aus dem Jahr 1990. Kritikern reicht das nicht.

Die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie Bundestags-Fraktionschef Gregor Gysi betonen in einer gemeinsamen Erklärung, die DDR sei ein Staat gewesen, „in dem die politische Willkür jederzeit Recht und Gerechtigkeit ersetzen konnte, in dem zehntausende Biografien durch staatliches Unrecht gebrochen und zerstört wurden.“ Dafür habe die SED die Hauptverantwortung getragen.

Die Partei- und Fraktionsführung erinnert in ihrer am Samstag veröffentlichten Erklärung daran, dass sich die PDS als Nachfolgepartei der SED im Frühjahr 1990 bei den Bürgerinnen und Bürgern der DDR entschuldigt habe. „Heute erneuern wir die Entschuldigung für begangenes Unrecht und das Bekenntnis, dass wir Demokratie und Rechtsstaat wie zwei Augäpfel zu hüten haben.“

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Die Linke ist aus der Fusion von WASG und PDS hervorgegangen. Vorgänger der PDS wiederum war die Sozialistische Einheitspartei (SED) der DDR. Erst am Freitag hatte der Liedermacher Wolf Biermann bei einer Gedenkstunde im Bundestag die Linke hart angegriffen und sie verurteilt als „der elende Rest dessen sind, was zum Glück überwunden ist“.

In der Erklärung vom Samstag heißt es weiter: „Heute gehört die Erkenntnis, dass Grund- und Freiheitsrechte niemals auf dem Altar vermeintlich höherer Ziele geopfert werden dürfen, zu den programmatischen Kernsätzen der Linken.“ Die Unterzeichner wenden sich zugleich gegen eine „Schwarz-Weiß-Malerei“ bei der Erinnerung an die DDR, die dem Land und den Menschen nicht gerecht werde.

„Für viele Menschen war sie das Land, in dem sie geboren wurden, in dem sie einen Teil ihres Lebens lebten, und in dem sie eine Lebensleistung erbrachten, für die sie zu Recht jene Anerkennung erwarten, die ihnen zum Teil auf dem Lohnzettel und Rentenbescheid bis heute vorenthalten wird“, heißt es.

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

10.11.2014, 13:05 Uhr

Gegensatz? Wir besonders die Grünen im Bezirk Berlin-Kreuzberg wollen unbedingt die Teilung in kriminelle Ausländer bzw. Kriminalität im Gegensatz zum Normalbürger! Diese Teilung wollen viele Daeutsche nicht! Gleiches Recht für alle Deutschen und nicht Straffreiheit für kriminelle Ausländer wir Rrpresser, die die Grünen unbedingt wollen!

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