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06.01.2004

09:06 Uhr

oli DÜSSELDORF. Das Ziel war anspruchsvoll: Als Gerhard Schröder, damals Ministerpräsident mit Kanzlerambitionen, Ende der neunziger Jahre in Hannover die German International Graduate School of Management and Administration (Gisma) aus der Taufe hob, sollte vom ersten Tag an eine „erstklassige Business-School“ die Hochschullandschaft bereichern – eine Art Privatuniversität für die Wirtschaftselite. Studienkonzept mit MBA-Programm und ein Großteil der Dozenten stammten von der Purdue-University in den USA. Die Finanzierung sollte durch Sponsorengelder und Studiengebühren von rund 20 000 Euro pro Student und Jahr gesichert sein.

Es kam anders. Der Hauptsponsor, die Software-Firma Baan, geriet ins Trudeln. Das Land wollte das Renommierprojekt um jeden Preis halten und sprang mit öffentlichem Geld ein: Inzwischen wird jeder Euro privates Geld um 0,85 Cent aus dem Landeshaushalt ergänzt. 6 Mill. Euro stehen im Etat fürs laufende Jahr zur Verfügung. Die Zusage der Landesregierung gilt bis 2005. „Wir hoffen, dass dann die Rahmenbedingungen besser werden“, sagt ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. 111 Studenten aus 18 Ländern sind immatrikuliert. Ein deutsches Harvard sei man nicht geworden, resümiert Gisma-Geschäftsführer Karlheinz Schwuchow, eher ein Nischenanbieter. Zwar seien die Gisma-Absolventen gefragt, aber: „Wir betreiben hier keine Forschung, dazu fehlen uns einfach die Ressourcen.“ Eine Eliteuniversität zu betreiben – diesen Anspruch hat er nicht.

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