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25.03.2012

15:16 Uhr

Das Saarland wählt

Die Generalprobe

VonAndreas Niesmann, Jan Mallien, Georg Watzlawek

Das Regierungsbündnis steht schon fest: die Große Koalition. Trotzdem ist die Saarland-Wahl ein Testlauf für NRW und für den Bund. Denn was in Saarbrücken passiert, könnte sich in Berlin und Düsseldorf wiederholen.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Stimmabgabe. dpa

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer bei der Stimmabgabe.

SaarbrückenEine Frage beschäftigt Annegret Kramp-Karrenabauer wirklich: „Warum heißt die Elefantenrunde mit den Spitzenkandidaten der Parteien im Fernsehen immer noch Elefantenrunde?“ Zu Zeiten von Franz-Josef Strauß und Helmut Kohl möge der Name ja noch gepasst haben, aber im Saarland habe „keiner der Kandidaten etwas Elefantenhaftes an sich“, sagt die Ministerpräsidentin und lächelt.

Vermutlich denkt die CDU-Politikerin vor allem an sich selbst, denn Kramp-Karrenbauer, 49, ist die am wenigsten elefantöse Person, die man sich vorstellen kann: Sie ist zierlich, spricht leise, und ein deutlich vernehmbarer Zungenschlag verrät, dass sie das Saarland in ihrem Leben nur selten verlassen hat: Sie wohnt noch immer in Püttlingen, dem Ort, in dem sie schon die Grundschule besuchte und wo sie seit 1984 für die CDU im Stadtrat saß. Trotzdem sollte man sich davor hüten, die Politikwissenschaftlerin zu unterschätzen: Als sie Anfang des Jahres keine Zukunft mehr für die schwarz-gelb-grüne Regierungskoalition sah, zögerte sie keine Minute und ließ das von ihrem Vorgänger Peter Müller mit großem Tamtam geschmiedete Bündnis platzen.

Seitdem kann man im Saarland einen Wahlkampf beobachten, der zweifellos zu den kuriosesten in der Geschichte der Bundesrepublik zählt. Denn obwohl CDU und SPD nach dem Ende von Jamaika nicht in der Lage waren, sich auf eine neue Regierung zu einigen, haben sie bereits vor der Neuwahl wechselseitig erklärt, nachher miteinander koalieren zu wollen. Es geht also nur noch um die Frage, wer das Saarland künftig als Ministerpräsident regieren wird: Die CDU-Amtsinhaberin oder ihr Herausforderer Heiko Maas von der SPD. Bis zuletzt lieferten sich beide Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen und lagen in Umfragen exakt gleichauf bei jeweils bei 33 Prozent.

Kommentare (4)

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RobertSchumansErben

25.03.2012, 16:04 Uhr

Die Absicht es zu tun, nur die steht fest. Erst wenn das Ergebnis paßt, da dürfen sich die Protagonisten freuen. Bis dorthin sind es immerhin noch knapp zwei Stunden, bis man einigermaßen weiß, wohin die Chausse geht.

Nach dem Besuch im Wahllokal zu urteilen, kann ich sagen, machen wir uns einmal auf eine faustdicke Überraschung gefaßt, nach dem Motto, es geht eine Träne auf Reisen ...

Account gelöscht!

25.03.2012, 17:22 Uhr

Was macht so eine Wahl für einen Sinn, wenn eh schon das Ergebnis feststeht. Ist ja schlimmer als in der DDR oder Russland hier!!

Account gelöscht!

25.03.2012, 17:58 Uhr

Die CDU geht mit deckungsgleicher Politik 3x grosse Koalition ein in Saarland, NRW und SH sowie 2013 im Bund.

Für konservative Wähler gibt es eine gähnende Leere in der Parteien-Landschaft - bloss nicht CDU wählen, lieber 70 % Nichtwähler als Zeichen, dasss die zusammengrückten Zentrums-Blockparteien kein Speigelbild des Volkes sind !! Wir bauchen eine neue starke konservative Partei Zwischen SPD und NPD.

Merkels Tanten-Verein bringts nicht mehr.

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