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22.11.2014

15:17 Uhr

Deal mit Thyssen-Krupp

Merkel wirbt in Australien für deutsche U-Boote

Einem Medienbericht zufolge macht sich Deutschlands Kanzlerin für einen U-Boot-Deal mit Australien stark. Thyssen-Krupp solle den Zuschlag für das Milliardenprojekt erhalten – und nicht der japanische Konkurrent.

Besatzungsmitglieder beladen deutsche U-Boote. Laut dem „Focus“ lotet Kanzlerin Merkel einen Deal mit Australien aus. dpa

Besatzungsmitglieder beladen deutsche U-Boote. Laut dem „Focus“ lotet Kanzlerin Merkel einen Deal mit Australien aus.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel setzt sich nach einem Bericht des Magazins „Focus“ hinter den Kulissen für ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft von ThyssenKrupp mit Australien ein. Das Magazin berichtete am Samstag vorab, Merkel habe sich vergangene Woche in Brisbane bei Ministerpräsident Tony Abbott für den deutschen Bewerber stark gemacht. Die Marine-Sparte von ThyssenKrupp bemühe sich um den Zuschlag für das Programm „Sea 1000“. Dabei gehe es um zwölf U-Boote mit einem Auftragsvolumen von etwa 14 Milliarden Euro.

Die Deutsche Rüstungsindustrie

Diehl Defence

Die Rüstungssparte des Nürnberger Diehl-Konzerns stellt unter anderem Munition, Raketen und Ketten für Panzer her. Umsatz (2013) 533 Millionen Euro, Mitarbeiter (2013) 2910.

Heckler & Koch

Der Handwaffenspezialist aus dem badischen Oberndorf fertigt unter anderem Pistolen, Sturm- und Präzisionsgewehre. Umsatz (2012) 203 Millionen Euro, Mitarbeiter (2012) 630.

Krauss-Maffei Wegmann (KMW)

Die Münchener Firma baut etwa den Kampfpanzer Leopard, den Schützenpanzer Puma oder die Panzerhaubitze 2000. Umsatz (2012) 2,4 Milliarden Euro, Mitarbeiter (2012) 2590.

MTU Aero Engines

Der Münchener Triebwerksbauer fertigt auch für militärische Flugzeuge – etwa den Motor für den Eurofighter. Umsatz (2013/Wehrgeschäft) 501 Millionen Euro.

Rheinmetall Defence

Die Wehrsparte von Rheinmetall aus Düsseldorf fertigt Panzer, aber auch Munition oder etwa Flugabwehrsysteme. Umsatz (2013) 2,2 Milliarden Euro, Mitarbeiter (2013) 9200.

Thyssenkrupp Marine Systems

Der Konzern baut U-Boote und Kriegsschiffe. Die Firma entstand aus Blohm+Voss und der Howaldtswerke-Deutsche Werft GmbH. Umsatz (2012/13) 1,2 Milliarden Euro, Mitarbeiter (2012/13) 3600.

Deutschland habe „ein großes Interesse“ an dem Geschäft, zitierte der „Focus“ ungenannte Regierungskreise. Australien sei ein unverfänglicher Adressat für Militärexporte. Das Unternehmen erklärte dem Magazin zufolge, es setze auf ein offenes, transparentes Ausschreibungsverfahren. Im Kampf um den Auftrag gelte ein japanischer Anbieter als größter Konkurrent.

Von

rtr

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