Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.01.2010

22:49 Uhr

Laut AfD-Co-Chefin Frauke Petry hat Toleranz gegenüber Mitgliedern extremer Parteien in der AfD nichts verloren dpa

Laut AfD-Co-Chefin Frauke Petry hat Toleranz gegenüber Mitgliedern extremer Parteien in der AfD nichts verloren

BerlinDie Co-Chefin der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, hat sich mit deutlichen Worten in die Debatte um rechte Umtriebe einzelner AfD-Spitzenpolitiker in mehreren Ost-Landesverbänden eingeschaltet. Konkret geht es um die AfD-Landeschefs Björn Höcke (Thüringen) und André Poggenburg (Sachsen-Anhalt). Poggenburg hatte wie Höcke Verständnis für einzelne NPD-Mitglieder geäußert und deren Hang zum Extremismus heruntergespielt.

Petry, die dem rechten Parteiflügel zugerechnet wird, sagte dazu dem Handelsblatt: „Toleranz gegenüber oder gar Zusammenarbeit mit wie auch immer gearteten Mitgliedern extremer Parteien hat in der AfD nichts verloren.“ Nicht umsonst habe man eines der strengsten Aufnahmeverfahren als Partei in Deutschland. „Eine Verharmlosung dieser Problematik von Seiten bestimmter Einzelpersonen ist vollkommen unzulässig“, fügte die sächsische Landes- und Fraktionschefin hinzu.

Der Vorsitzende der AfD in Baden-Württemberg, der Europaabgeordnete Bernd Kölmel, sieht für Höcke und Poggenburg keinen Platz mehr in der Partei. „Wer sich nicht an unsere Leitlinien hält, muss die Partei verlassen. Björn Höcke mit seiner unsäglichen Aussage gehört dazu. Aber auch Leute wie André Poggenburg, die aus der AfD einen revolutionären Kampfverein machen wollen“, sagte Kölmel dem Handelsblatt. Die AfD wolle politisch etwas verändern, aber keine fundamentale Änderung der Gesellschaft. „Herr Poggenburg, der genauso wie Höcke ein völlig inakzeptables Verhältnis zur NPD zu haben scheint, passt da nicht in die AfD.“

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×