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15.09.2011

18:43 Uhr

Debatte über Euro-Rettung

Liberale wehren sich gegen „Maulkörbe“

Nachdem Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Philipp Rösler in der Euro-Debatte zur „Unterordnung“ aufgefordert hat, verwehrt sich ein Liberaler energisch gegen solche „Maulkörbe“ - ein anderer geht dagegen auf Distanz.

Reiner Haseloff richtete deutliche Worte an Vize-Kanzler Rösler. dapd

Reiner Haseloff richtete deutliche Worte an Vize-Kanzler Rösler.

BerlinIm Streit um die Europapolitik sind führende CDU-Politiker auf Distanz zum Koalitionspartner FDP gegangen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) forderte FDP-Chef Philipp Rösler in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview auf, sich der Forderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Ende der Debatte um eine griechische Insolvenz zu beugen. „Rösler hat sich unterzuordnen“, sagte Haseloff der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Die Kanzlerin spricht für Deutschland und hat in Brüssel Vereinbarungen getroffen.“ Haseloff warf Rösler vor, mit einem europakritischen Kurs zu liebäugeln.

In der FDP sorgte Haseloffs Forderung für Empörung. „Haseloff kann seine Maulkörbe gern an seinen Koalitionspartner in Sachsen-Anhalt verteilen“, sagte FDP-Vorstandsmitglied Jan Mücke der „Leipziger Volkszeitung“ (Freitagsausgabe). Die FDP ließe sich jedenfalls nicht den Mund verbieten, fügte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium hinzu. Offenbar wolle der Ministerpräsident „Griechenland retten, koste es, was es wolle“. Dabei habe Philipp Rösler lediglich die pure Selbstverständlichkeit geäußert, eine geordnete Insolvenz von Griechenland müsse möglich sein, weil sonst der deutsche Steuerzahler für die unverantwortliche griechische Schuldenpolitik haften würde.

Kommentare (3)

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Pendler

15.09.2011, 18:47 Uhr

Was bilden sich die FDP ler nur ein.

Frau Merkel errichtet gerade die EU-Diktatur.

Sie wurde von Herrn Honecker ausgebildet und weiß, wie man ein Volk mit Todesstreifen sichert.

Pendler

15.09.2011, 19:44 Uhr

Klar ist das abgesprochen.
Aber auch Graf Stauffenberg spach sich mit Hitler ab. Trotzdem versuchter er den drohenden Untergang aufzuhalten.

nobum

15.09.2011, 20:57 Uhr

Fünf Minuten vor der Berlin-Landtagswahl versucht die Umfallerpartei FDP einmal die andere europaskeptische Seite. Da bin ich ja skeptisch, ob die Berliner dieser "Ehrlichkeit" trauen.

Ein ehemaliger FDP-Wähler.

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