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18.01.2004

17:30 Uhr

Debatte um Elite-Universitäten

Bulmahn fordert Allianz für Innovation

Die Debatte um die Schaffung von Elite-Universitäten beschäftigt die Öffentlichkeit weiter. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn will nun eine Allianz von Wirtschaft und Politik für ein innovatives Deutschland schmieden.

HB BERLIN. Davon erwarte sie auch die Eroberung wichtiger Märkte, sagte Bulmahn der „Welt am Sonntag“ (WamS). Zum Streit um die Schaffung von Elite-Universitäten sagte sie, es müsse neben einer guten Breitenförderung auch eine gut sichtbare Spitze geben. „Beides ist notwendig.“ Spitzen-Hochschulen müssten sich aber im Wettbewerb entwickeln und könnten nicht per Verfügung dazu erklärt werden.

Nach Informationen der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) will Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Förderung deutscher Universitäten der Berliner Humboldt-Universität den Spitzenplatz geben. Das sei nach dem Treffen Schröders mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften am Donnerstag bekannt geworden. Ein Sprecher des Bundesbildungsministerium sagte der dpa dazu am Sonntag, für die Förderung stehe noch keine Rangliste fest.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel wandte sich in der „FAS“ gegen die SPD-Pläne zur Einrichtung von Elite-Unis. Der Vorschlag sei „undurchdacht, der Zeitpunkt realitätsfremd“. Dennoch lehne sie Hochleistungs-Universitäten nicht grundsätzlich ab. Dazu müsse man „die Rahmenbedingungen, auf die Politik Einfluss hat, verändern“. Die Bundesregierung mache aber das Gegenteil: Die Mittel für Bildung würden gekürzt, und Studiengebühren gesetzlich verboten.

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