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11.09.2011

11:13 Uhr

Dementi aus Berlin

Schäuble könnte die Eurogruppe anführen

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble könnte der Nachfolger von Jean-Claude Juncker im Vorsitz der Eurogruppe werden. In Diplomatenkreisen heißt es: „Wenn er will, wird er es.“ Aber offenbar will er nicht.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als Nachfolger von Jean-Claude Juncker? dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble als Nachfolger von Jean-Claude Juncker?

MünchenDer bevorstehende Wechsel an der Spitze der Eurogruppe hat Spekulationen über die Zukunft von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) genährt. Schäuble werde von Diplomaten als ein Wunschkandidat für die Nachfolge des Luxemburgers Jean-Claude Juncker im Vorsitz der Eurogruppe genannt, berichtete der „Focus“ am Samstag. Schäuble selbst sprach von „halt- und grundlosen Spekulationen“.

„Wenn über Namen geredet wird, fällt meistens der des Deutschen Schäuble“, zitierte das Nachrichtenmagazin namentlich nicht genannte Diplomaten. „Wenn er will, wird er es.“ Juncker gibt das Amt, das die Arbeit der Finanzminister aus der Eurozone koordinieren soll, im Januar 2012 auf. Sein Nachfolger soll den wichtigen Posten anders als bisher nicht neben-, sondern hauptamtlich ausüben. Als Anwärter gelten wegen der erforderlichen Durchsetzungskraft vor allem Politiker, die dem Kreis der Finanzminister angehören oder ihm angehört haben.

Schäuble bemühte sich, der Debatte die Grundlage zu entziehen. „Ich habe mir angewöhnt, völlig halt- und grundlose Spekulationen nicht einmal zu dementieren“, sagte er am Rande eines Ministertreffens im südfranzösischen Marseille. Sein Sprecher nannte die Spekulationen „unsinnig“.

Der Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Markus Ferber, sprach sich indes für Schäuble an der Spitze der europäischen Finanzminister aus. „Wolfgang Schäuble ist sicherlich jemand, der dafür bestens geeignet ist“, sagte Ferber zu „Focus“. „Deutschland sollte politisch führen, wenn Stabilitätskultur in ganz Europa durchgesetzt werden soll.“

Von

afp

Kommentare (13)

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EswareinmaleinEuro

10.09.2011, 11:13 Uhr

Leider hat der EURO fertig..viel zu viele Schulden in der EU! Der EURO ist gescheitert, wie auch der Dollar und das Pfund.

Was soll Herr Schäuble dann noch in Brüssel? Wir müssen diese Politiker/Bürokraten enorm herunter stutzen, auch in D. Ein kostenintensiver und "nutzloser Wasserkopf" hat sich in D und der EU gebildet.

In D gibt es wichtigere Dinge zu erledgien, wie Bildung und Innovationsförderung.

Und abgewählt wird die CDU/CSU/FDP sowieso bei der nächsten Bundestagswahl.Auch die anderen werden massive Probleme bekommen, meiner Ansicht nach, wenn Sie diesen Euro-Blödsinn noch mitmachen und das Ersparer der Bürger aufs Spiel setzen.

Bestehende Vertäge zu brechen, wird denen da oben ebenso sehr zum Verhängnis werden. Das ist Betrug/Enteignung am Bürger und die Bürger haben das in vielen Ländern erkannt.

Der Euro ist ein Politiker-Großindustrie-Hirngespinst und ohne Fundament gebaut worden.

Bei einem Haus kann man nachträglich auch kein Fundament errichten. Das geht nur vorab. Doch die Damen und Herren sind auf beiden Ohren und Augen taub und blind gewesen und noch immer.

Alle korrupten Verbrecher rausschmeißen aus der EU-Politik+Wirtschaft und mit Hartz V in Rente schicken, damit denen mal ein gutes Gewissen kommt.

Nachdenklich Grüße nach Berlin und Brüssel,

Account gelöscht!

10.09.2011, 11:16 Uhr

Bloß nicht! Sollen wir jetzt auch noch das Feigenblatt für die Ausplünderung Deutschlands liefern? Die Südstaaten sollen ihren Ramscheuro schnellstmöglich dem Ende zuführen, das er verdient und uns nicht auch noch in das Desaster mit hinein ziehen. Aber wahrscheinlich brauchen sie noch eine Projektionsfläche auf die sie ihr Versagen richten können und ein "Nazi" ist dafür natürlich gut zu gebrauchen. Armes Deutschland, hoch lebe das Bananen-Europa der Trichets, Berlusconis und Barrosos!

EinBuerger

10.09.2011, 11:44 Uhr

Das wäre ein hervorragender Schachzug der Schuldenländer.
Welche deutsche Regierung würde einem Deutschen an der Spitze des Eur-Clubs die Forderung nach mehr deutschem Steuergeld abschlagen?

Wenns soweit kommt wäre das eine ganz finstere Nachricht für die deutschen Steuerzahler.

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