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15.09.2013

15:45 Uhr

Dementi

Wulff bestreitet, Groenewold-Rede gehalten zu haben

Ex-Bundespräsident Christian Wulff bestreitet, im Jahr 2005 eine vom Filmproduzenten David Groenewold entworfene Rede vor Vertretern der Medienbranche gehalten zu haben. Das Dementi war ungewohnt deutlich.

In dem Gerichtsverfahren wird es um die Frage gehen, ob Groenewold Wulff mit der Übernahme von Hotelkosten motivieren wollte, für eines seiner Projekte um Geld zu werben. AFP

In dem Gerichtsverfahren wird es um die Frage gehen, ob Groenewold Wulff mit der Übernahme von Hotelkosten motivieren wollte, für eines seiner Projekte um Geld zu werben.

HannoverIn ungewohnt deutlicher Form setzt sich Ex-Bundespräsident Christian Wulff gegen einen Bericht über seine Verbindung zum Filmproduzenten David Groenewold zur Wehr. „Herr Bundespräsident a.D. Wulff hat eine von Herrn Groenewold entworfene Rede nie gehalten. Die gegenteilige Darstellung ist falsch“, sagte Wulff-Anwalt Gernot Lehr der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte unter Hinweis auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover berichtet, Wulff habe 2005 den Entwurf der Rede übernommen und vor etwa 150 Vertretern der Medienbranche einen damals von Groenewold geführten Filmfonds gelobt.

Wulff und der Filmproduzent müssen sich ab November wegen Vorteilsannahme beziehungsweise Vorteilsgewährung vor dem Landgericht Hannover verantworten. Wulff kommt als erstes ehemaliges Staatsoberhaupt der Bundesrepublik vor Gericht.

Seit Beginn des Strafverfahrens gegen ihn im Februar 2012 sind immer wieder Details aus den Ermittlungen an die Öffentlichkeit gelangt. Mit Verweis auf das laufende Verfahren haben die Anwälte Wulffs dazu meist keine Stellungnahme abgegeben.

Anders im Fall des angeblich übernommenen Redeentwurfs, denn dieser Punkt wurde bisher laut Lehr von der Staatsanwaltschaft nicht thematisiert: „Mit diesem Vorwurf wurde unser Mandant im Verfahren zu keinem Zeitpunkt konfrontiert. Er wäre leicht aufzuklären gewesen“, sagte er.

In dem Gerichtsverfahren wird es um die Frage gehen, ob Groenewold Wulff mit der Übernahme von Hotelkosten motivieren wollte, für eines seiner Projekte um Geld zu werben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es so gewesen ist. Konkret geht es um rund 750 Euro, die Groenewold für das Ehepaar Wulff vor fünf Jahren beim Oktoberfest in München bezahlt hatte. Der damalige Ministerpräsident, der eigenen Angaben zufolge nichts von der Kostenübernahme wusste, setzte sich einige Wochen später tatsächlich für ein Filmprojekt Gronewolds ein.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

15.09.2013, 17:47 Uhr

Die interessante Frage ist, warum immer noch gegen Wulff gefeuert wird. Wer macht sich noch diese Mühe? Eigentlich sollte für die Strippenzieher doch "Mission accomplished" gelten.

Bestimmt geschieht dies wegen wirklich schwerer, schwerer Verbrechen! Aber welche waren dies? Seine Rede zu den Eurolasten in Lindau? Gabs da Stirnrunzeln in den Banken-Türmen?

Interessant ist jedenfalls, daß innerhalb kurzer Zeit zwei Bundespräsidenten "versenkt" wurden (Köhler ging auch nicht wirklich freiwillig). Was wollten sie nicht unterschreiben?
Wem waren sie im Weg und warum wird der Druck auf Wulff aufrechterhalten?

Fragen, die uns der Verhüllungs-Journalismus heutiger Zeit sicher nicht beantworten kann/will.

Frank3

15.09.2013, 18:29 Uhr

er WIRD BENUTZT UM andren KLAR ZU MACHEN , DAS GEGEN " MACHT . KÄMPFEN . . . .
Je FERTIGER IHN MACHEN , UM SO MEHR BLEIBT BUNDESTAG AUF LINIE , GEWOLLTE .


Account gelöscht!

15.09.2013, 22:08 Uhr

Wulff hat sich mit den falschen angelegt und wurde anschließend gehetzt wie ein Fuchs bei einer Fuchsjagt.

Man sollte ihn endlich in Ruhe lassen...

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