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21.03.2012

10:16 Uhr

Demografie

Immer weniger Schüler in Deutschland

Die demografische Entwicklung und die verkürzte Abiturzeit sorgen für sinkende Schülerzahlen. Seit der Wiedervereinigung wurden in Deutschland nie so wenige Kinder unterrichtet. In West und Ost gibt es noch Unterschiede.

Volle Klassen gibt es wieder seltener: Die Schülerzahlen sinken. dpa

Volle Klassen gibt es wieder seltener: Die Schülerzahlen sinken.

WiesbadenIn Deutschland gibt es immer weniger Schüler. Rund 11,4 Millionen Mädchen und Jungen werden im laufenden Schuljahr unterrichtet, so wenige wie nie seit der Wiedervereinigung. Die Zahl sinkt seit dem Schuljahr 1998/99
ständig, im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch auf der Basis vorläufiger Zahlen berichtete.

Ursache ist neben der demografischen Entwicklung die Umstellung auf das Abitur nach acht Jahren. So gingen in Bayern (minus 3,8 Prozent) und Niedersachsen (minus 3,1 Prozent) die Zahlen der Schüler binnen eines Jahres besonders stark zurück, weil es in diesen Bundesländern seit diesem Schuljahr nur noch das achtjährige Gymnasium gibt und somit eine Klassenstufe weggefallen ist.

Rund 8,7 Millionen Schüler besuchen derzeit eine allgemeinbildende Schule (minus 1,3 Prozent). Die meisten von ihnen sind Grundschüler (2,8 Millionen) und Gymnasiasten (2,4 Millionen). In den Beruflichen Schulen lernen etwa 2,6 Millionen Jugendliche sowie junge Männer und Frauen (minus 2,8 Prozent). Zwischen Ost und West gibt es noch immer erhebliche Unterschiede.

An den allgemeinbildenden Schulen in den neuen Ländern wurden - anders als im Westen - etwas mehr Schüler (plus 1,8 Prozent) gezählt als im Vorjahr. Als Grund nennen die Statistiker den starken Rückgang der Geburten nach der Wende und die dann folgenden Jahre, in denen wieder mehr Kinder geboren wurden. Die gehen jetzt in die Grundschulen. Der Geburtenrückgang von Anfang der 1990er Jahre macht sich dagegen an den Beruflichen Schulen im Osten deutlich bemerkbar: Die Zahl dieser Schüler ging innerhalb eines Jahres um 8,3 Prozent zurück - im Westen nur um 1,8 Prozent. Am stärksten war der Rückgang in Mecklenburg-Vorpommern mit 11,1 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

21.03.2012, 10:40 Uhr

Ohje ohje,jetzt werden uns die PIIGS-Staaten aber gewaltig unterstützen müssen.
Mmmm, habe ich jetzt einen Fehler gemacht?

Wolle

21.03.2012, 11:14 Uhr

Fast alle die keine Kinder haben sind sich vieleicht ihrer Mitschuld nicht bewußt, denn es bedeutet automatisch
weniger Verbraucher, daraus resultieren weniger Arbeitsplätze und weniger Steuerzahler mit der Folge von weniger Rente und auch höerer Steuern für den verbleibenden Rest.
Die die es betrifft sollten einfach mal nachdenken und nicht immer nur egoistisch bezogen meckern.

Account gelöscht!

21.03.2012, 11:16 Uhr

Wie das bloß kommt? Wir haben doch blühende Landschaften, Lebensqualität ohne Ende und eine Bevölkerungsdichte, die noch massig Raum für die freie Entfaltung bietet.
Aber Geduld, auf der Welt und natürlich auch in Europa gibt es soviele Bedürftige, die früher oder später in unser gelobtes Land einsickern werden und dem Geburtenrückgang Einhalt gebieten. Zur Not muß einfach wieder mal ein Geburtenprämiensystem aufgelegt werden. Und ich habe immer gedacht, daß Gesundschrumpfen o.a. Vorteile erzeugen könnte. Das Problem wäre dann, daß unsere ausgeuferten Staatsverwaltungen kaum noch Volk zum Verwalten hätte. Dann doch besser Überbevölkerung, oder?

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