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13.05.2013

07:32 Uhr

Demografie

Rösler will Deutschland für mehr Zuwanderer öffnen

ExklusivDer wachsende Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften sei für Deutschland eine Herausforderung, so Bundeswirtschaftsminister Rösler. Es müsse eine „Willkommenskultur“ entstehen. Vorschläge dafür hat er gleich mehrere.

Bundeswirtschaftsminister und FDP-Parteichef Philipp Rösler. dpa

Bundeswirtschaftsminister und FDP-Parteichef Philipp Rösler.

Kurz vor dem zweiten Demografiegipfel hat sich Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP)  für  mehr Zuwanderung  nach Deutschland ausgesprochen: „Wie für viele andere Länder auch, ist der wachsende Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften für Deutschland eine Herausforderung“, sagte Rösler dem Handelsblatt. Mit den Erleichterungen bei der Blue Card, gerade auch für Mangelberufe, seien die Voraussetzungen für den Zuzug zwar verbessert worden. „Dem müssen aber weitere Schritte für eine bedarfsorientierte gesteuerte Zuwanderung folgen“, sagte Rösler.

„Unsere Wirtschaft benötigt qualifizierte Fachkräfte, um wettbewerbs- und innovationsfähig zu bleiben“, so der Bundeswirtschaftsminister. „Zum Einen müssen wir unser inländisches Potenzial ausschöpfen. Dazu zählt, mehr gut ausgebildete Frauen und mehr erfahrene Ältere in Beschäftigung zu bringen.“

Wer bekommt wie viel?

Oberarzt

5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

Professor

4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

Polizeimeisterin

2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

Unteroffizier

1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

Arzt

4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

Lehrer

3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

Krankenschwester

2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

Müllerwerkerin

2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Konkret will Rösler auf dem am Dienstag stattfindenden Demografiegipfel für eine „echte Willkommenskultur“ in Deutschland werben. Ein Beitrag dazu liegt laut dem FDP-Vorsitzenden „in dem Angebot der doppelten Staatsbürgerschaft, das wir ermöglichen sollten." Rösler  plädiert zudem für eine Zuwanderungsmodell nach kanadischen Vorbild. Zudem will er auf dem Treffen vorschlagen, „Zuwanderern aus Drittstaaten eine abgeschlossene Berufsausbildung zu ermöglichen“.

Von

sig

Kommentare (39)

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Augias

13.05.2013, 08:16 Uhr

Ja, werden sich denn die Türken eine Zuwanderung nach kanadischem Vorbild von uns gefallen lassen?
Oder die Bulgaren und die Rumänen? Das ist doch die Klientel, aus der sich unsere Talente für die größte Industrienation Europas - der drittgrößten weltweit (sic!) - rekrutiert. NEIN, wir werden niemals diese Talente hierherlocken können, wenn wir ihnen nicht von Anfang an Hartz-IV unbegrenzt anbieten. Mit dem "kanadischen Vorbild" hat das wohl kaum etwas zu tun.

FDP-Witz-der-Willkommenskultur

13.05.2013, 08:16 Uhr

Rösler könnte seinen Absichtserklärungen mehr Glaubwürdigkeit verleihen, wenn er sich erstmal um diejenigen kümmern würde, die bereits mit im Ausland erworbenen Hochschulabschlüssen bei uns leben.

Er hat es immer noch nicht geschafft, dass bereits bei uns lebende hochqualifizierte Studienabschlüsse anerkannt werden. Wenn er also die Demographie-Keule schwingt, dann bitte mit etwas mehr Glaubwürdigkeit. Deutschland diskriminiert ausländische Akademiker und zwingt sie ihr Studium in Deutschland zu wiederholen.

Es ist mal wieder das übliche Blaaablaaa eines FDP-Politikers, der vermutlich nicht mal die Realität kennt. Stattdessen posaunt man lieber von Räuber Hotzenplotz oder Dracula auf Parteitagen herum.

Im September bekommt die FDP ihre Quittung für 4 Jahre Regierungsunfähigkeit!

RalfS

13.05.2013, 08:45 Uhr

Jeder vertritt halt die Bedürfnisse des eigenen Volks... Cicero hatte da mal ein Zitat mit etwas von das Tor von innen öffnen. Als langjähriger FDP-Wähler kann ich nur sagen: AvD, übernehmen Sie!

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