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26.10.2011

12:37 Uhr

Demografiebericht

Bevölkerung schrumpft - vor allem im Osten

Nach dem aktuellen Demografiebericht von Bundesinnenminister Friedrich werden bis zum Jahr 2060 17 Millionen Menschen weniger in Deutschland leben. In den neuen Bundesländern schrumpft die Bevölkerung besonders schnell.

Bis zum Jahr 2060 wird es in Deutschland um einiges leerer. dpa

Bis zum Jahr 2060 wird es in Deutschland um einiges leerer.

BerlinDeutschland verliert bis zum Jahr 2060 bis zu 17 Millionen Einwohner, also ein Fünftel der Bevölkerung. Die neuen Länder werden besonders stark von dem Bevölkerungsrückgang betroffen sein. Dort leben in 50 Jahren voraussichtlich ein Drittel weniger Menschen als heute. Das geht aus dem Demografiebericht hervor, den Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Mittwoch im Bundeskabinett vorlegte. Auf der Grundlage des Berichts will die Bundesregierung im Frühjahr eine Strategie zum Umgang mit dem demografischen Wandel vorlegen.

„Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine der großen Zukunftsaufgaben“, sagte Friedrich laut einer Mitteilung in Berlin. „Wir sind gefordert, unser gesellschaftliches Fundament umzubauen.“ Der demografische Wandel sei aber auch eine Chance, das Land zu modernisieren.

Neben einem Rückgang der Einwohnerzahlen verschiebt sich auch die Altersstruktur. Da immer mehr Menschen immer älter sind, nimmt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter ab. „Im Jahr 2060 wird jeder Dritte mindestens 65 Jahre alt sein“, teilte das Bundesinnenministerium mit.

Dem Bericht zufolge muss Sachsen-Anhalt mit dem größten Bevölkerungsschwund rechnen. Hier sinkt die Einwohnerzahl voraussichtlich um 42 Prozent. Thüringen muss mit einem Rückgang von 41 Prozent rechnen und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Minus von 36 Prozent. Die geringsten Bevölkerungsveränderungen sind in Hamburg (minus sechs Prozent), Bremen (minus 14 Prozent) und Bayern (minus 15 Prozent) zu erwarten. Für ganz Deutschland gehen die Statistiker von einem Bevölkerungsrückgang von bis zu 21 Prozent bis 2060 aus. Derzeit leben in Deutschland fast 82 Millionen Menschen.

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Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

26.10.2011, 13:24 Uhr

Ja, und? Hat der Minister seine schlauen Leute schon beauftragt eine Lösung des Problems zu finden? Offensichtlich nicht. Hat er schon einmal untersuchen lassen, weshalb die jungen Menschen Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern etc. verlassen? Könnte es sein, daß dort die wirtschaftliche Struktur nicht stimmt und dringend bearbeitet werden muß? Das Problem der Abwanderung, nicht nur aus den o.g. Bundesländern, sondern auch aus der Republik, jährlich ca. 130000, ist nicht erst seit gestern bekannt und nun kommt die Regierung zu dem Schluß nach einer "Strategie“ zu suchen, die sie schon im Frühjahr vorlegen will. Was haben die Regierungen der letzten 3 Perioden in diesem Fall gemacht? Nichts, außer, daß sie der Bevölkerung die Zuwanderung meist ungebildeter Menschen aus anderen Gesellschafts- und Kulturkreisen schmackhaft gemacht hat, um so dem „demographischen Wandel“ zu begegnen.

Account gelöscht!

26.10.2011, 13:25 Uhr

Heute bekommen wir diesen Bericht vorgesetzt um fürchtlerlich zu erschrecken und in den nächsten Tagen werden wir dann wieder hören, dass wir dringend Zuwanderung brauchen.
So funktioniert die Manipulation des dummen deutschen Michl.
Dann soll doch der Herr Friedrich mal die vielen Deutschen aus dem Ausland zurück holen, die in den letzten ca. 5 Jahren in Scharen unsser Land verlassen haben (ca. 300.000/Jahr), da man ja hier keine Facharbeiter brauchte (komisch) und selbst Studienabgänger mit guten Noten, sogar die angeblich gesuchten Ing. und Naturwissenschaftler allenfalls als unbezahlte Praktikanten arbeiten durften. Und jugne Leute nach ihrer Ausbildung allenfalls als 400 €-Kräfte im Betreib bleiben konnten, wenn übrhaupt
Deutsche Kinder werden zunehmend im Ausland geboren, so ist das.
Wer setzt denn hier noch Kinder in die Welt außer der Unterschicht?
Bei Minijobs, befristeten Jobs etc.
Hinzu kommt die zunehmende Islamisierung, das Leben dieser Leute auf unsre Kosten,aber die Ablehnung unseres Staates und Integrationsverweigerung, das Zurückweichen des Deutschen Staates vor diesen Zuwanderern
Junge Deutsche müßten ja mit Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie in solche unsicheren Zeiten Kinder setzen
Der Staat muß endlich seine Hausaufgaben machen und nicht immer mit solchen Studien Panik verbreiten wollen

Deutschland

26.10.2011, 13:26 Uhr

Ich haltte diese Vorhersage für nicht zutreffend.Über einen solangen Zeitraum kann eine Vorhersage der Entwicklung viele Unbekannte enthalten.

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