Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.12.2016

09:08 Uhr

Der Fall Freiburg

Innenausschuss-Vorsitzender kritisiert „Tagesschau“

Die Diskussion um die Berichterstattung über den Mordfall von Freiburg zieht weitere Kreise. Kritik kommt nun auch vom Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Ansgar Heveling (CDU).

„Ich halte die Entscheidung der Tagesschau deshalb für falsch, weil sie natürlich den Eindruck erweckt, man wolle nicht berichten, weil der Tatverdächtige ein unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber ist. Ein solcher Eindruck ist fatal“, meinte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses Heveling. dpa

Kritik

„Ich halte die Entscheidung der Tagesschau deshalb für falsch, weil sie natürlich den Eindruck erweckt, man wolle nicht berichten, weil der Tatverdächtige ein unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber ist. Ein solcher Eindruck ist fatal“, meinte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses Heveling.

BerlinDie Entscheidung der ARD-„Tagesschau“, anfangs nicht über den Mordfall von Freiburg zu berichten, zieht weiterhin eine politische Debatte nach sich. Kritik kommt vom Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Ansgar Heveling (CDU). Der Fall der vergewaltigten und getöteten Studentin sei schon vor der Festnahme eines 17-jährigen Flüchtlings in ganz Deutschland präsent gewesen, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

„Ich halte die Entscheidung der Tagesschau deshalb für falsch, weil sie natürlich den Eindruck erweckt, man wolle nicht berichten, weil der Tatverdächtige ein unbegleiteter minderjähriger Asylbewerber ist. Ein solcher Eindruck ist fatal“, meinte Heveling, der auch Unions-Obmann im Kultur- und Medienausschuss ist.

Fall Freiburg: Politiker warnen vor Hetze gegen Flüchtlinge

Fall Freiburg

Politiker warnen vor Hetze gegen Flüchtlinge

Nach dem Tod einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg ist ein 17-Jähriger festgenommen worden – ein unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan. Politiker warnen nun vor einem Generalverdacht.

Der medienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Martin Dörmann, sprach von einem „Grenzfall“. „Die Kritik an der Entscheidung der Tagesschau ist zwar verständlich. Es wäre aber genauso ein schiefes Bild entstanden, wenn über diesen Mord berichtet worden wäre, aber über andere Mordfälle nicht“, sagte Dörmann der Funke Mediengruppe.

Die ARD-„Tagesschau“ hatte sich nach Bekanntwerden der Festnahme des 17-jährigen Afghanen am Wochenende zunächst entschieden, nicht über den Fall zu berichten. Die „Tagesschau“ berichte nur „sehr selten über einzelne Kriminalfälle“, erklärte ARD-aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Julian Sender

07.12.2016, 09:48 Uhr

Die Aufgabe der Medien ist es, zu berichten. Wenn dabei dann bereits selektiert wird, was berichtet werden soll und was nicht, dann betreiben diese Medien keine Berichterstattung sondern Politik.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×