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27.12.2012

06:57 Uhr

Desertec

Regierung hält an Wüstenstrom-Projekt fest

Die Bundesregierung nimmt die anderen EU-Mitgliedstaaten in die Pflicht. Sofern diese einen "substanziellen Beitrag" leisten, will aber auch Deutschland an dem Wüstenstrom-Projekt Desertec im Süden Marokkos festhalten.

Im Süden Marokkos soll der Solarstrom gewonnen werden. ap

Im Süden Marokkos soll der Solarstrom gewonnen werden.

OsnabrückTrotz Verzögerungen und Rückschlägen im Jahr 2012 hält die Bundesregierung an ihrem Engagement für das Wüstenstrom-Projekt Desertec fest. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" nannte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) allerdings Voraussetzungen für eine weitere Unterstützung. So plane das Wirtschaftsministerium, das Solarkraft-Projekt in Zusammenarbeit mit weiteren Ressorts der Bundesregierung finanziell zu fördern.

Voraussetzung sei aber, dass "weitere EU-Mitgliedstaaten einen substanziellen Beitrag zur Umsetzung des Pilotprojektes leisten und das Projekt politisch unterstützen".

Ferner seien, so Rösler weiter, auch die beteiligten Unternehmen in der Pflicht, weitere Partner zu gewinnen. "Sollten die Verhandlungen positiv verlaufen, könnte die Unterzeichnung einer gemeinsamen politischen Absichtserklärung für nächstes Jahr angestrebt werden", erklärte der Minister.

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Konkret könnte im Süden Marokkos ein erstes Pilotprojekt mit Stromlieferungen nach Europa entstehen. "Die Bundesregierung wird sich dafür einsetzen, dass in der für 2013 geplanten zweiten Ausschreibungsphase am Standort Ouarzazate ein Teil der Stromproduktion ins europäische Stromnetz exportiert wird", sagte der FDP-Politiker.


Von

dapd

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

27.12.2012, 07:34 Uhr

Irgendwo muss ja deutsches Steuergeld vergraben werden , die Sahara im südlichen Marokko ist natürlich bestens geeignet .

Unternehmen die sich daran beteiligen , sind potentielle Pleiteunternehmen !!!

Frank3

27.12.2012, 07:39 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

27.12.2012, 08:02 Uhr

Was für ein Irrsinn ! Wir schaffen es nicht mal in Deutschland, dafür zu sorgen, das Strom, der im Norden produziert wird, zur Nutzung nach Süden transportiert werden kann. Aber aus Marrokko soll das klappen ! Da steht den Steuerzahlern schon die nächste Erhöhung der EEG - Umlage ins´s Haus, weil Stromautobahnen fehlen. Die Dummheit deutscher Politik ist einfach nicht mehr zu toppen. Wo die Ihre Hände im Spiel haben, geht es schief !
Macht endlich eure Hausaufgaben und hört auf, Luftschlösser zu bauen !

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