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01.03.2012

13:24 Uhr

Designierter Präsident

Deutschland kann zwei „Ossis“ an der Spitze ertragen

Die Deutschen hätten sich daran gewöhnt, nicht nur einen, sondern zwei „Ossis“ an der Staatsspitze zu wissen, so Gauck. Nach seiner Ernennung will er sich auch um die Beziehungen zum östlichen Nachbar Polen kümmern.

Joachim Gauck spricht in der Universität im polnischen Lodz. dpa

Joachim Gauck spricht in der Universität im polnischen Lodz.

LodzPräsidentschaftskandidat Joachim Gauck hat sich bei seinem Besuch in Polen auch zu der Frage geäußert, ob Deutschland tatsächlich zwei „Ossis“ an der Spitze des Staates „ertragen“ könne - nämlich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihn selbst. Seine Antwort darauf am Donnerstag: „Die Mehrheits-Wessis würden sagen: „Ja, wir haben uns daran gewöhnt. Wir glauben inzwischen auch, dass sie schon so ein bisschen sind wie wir.“ Ein Teil der Ossis würde sagen: „Das geht nur deshalb so, weil die schon so westlich sind. Die sind gar nicht mehr wie wir.“ So wird das Gespräch zwischen Ost und West noch eine Weile ablaufen.“

Präsidentschaftskandidat Joachim Gauck will sich bei einem Erfolg in der Bundesversammlung am 18. März besonders um die Beziehungen zum Nachbarn Polen kümmern. „Ich habe eine Menge eigener Vorstellungen über das deutsch-polnische Verhältnis“, sagte der ehemalige DDR-Bürgerrechtler am Donnerstag in einer Rede vor der Universität Lodz. Auf „Grundsatzfragen“ wolle er jedoch noch nicht eingehen.

Den Besuch in Lodz bezeichnete der frühere DDR-Bürgerrechtler als „Wiederbegegnung mit den bösen Traditionen deutscher Dominanz“. Hitler-Deutschland habe Polen „unendliches Leid“ zugefügt. Im Zweiten Weltkrieg hatte die deutsche Besatzungsmacht in Lodz eines der größten Ghettos eingerichtet, das nur wenige hundert Juden überlebten. Die große Mehrheit wurde ermordet.

Gauck folgte einer Einladung, die die Universität Lodz noch vor seiner Nominierung für das höchste deutsche Staatsamt ausgesprochen hatte. Vermutlich ist dies die einzige Rede, die er vor der Wahl im Ausland halten wird. Der frühere polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski, der im Publikum saß, lobte Gauck als „bedeutenden Politiker“ und „großartigen Menschen“.

Der 72-jährige Gauck soll Mitte des Monats von CDU/CSU, SPD, Grünen und FDP zum neuen Staatsoberhaupt gewählt werden. Die frühere Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld, die von der Linkspartei nominiert wurde, gilt in der Bundesversammlung als Zählkandidatin.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

01.03.2012, 14:28 Uhr

Bitte nicht schon wieder so einen widerlichen, schleimigen Arschkriecher!
Offensichtlich haben wir nur noch solche Idioten! Für den einen gehört der Islam zu Deutschland (dieser selbst sieht es wohl anders…), der andere suhlt sich mit wachsendem Wohlbehagen in der NS-Vergangenheit!
Unsere deutsche Geschichte beginnt offensichtlich erst 1939 und endet 1945! Davor gab es kein Deutschland, kein Volk der Dichter und Denker, keine Größen, welcher Art auch immer.
Es gab keinerlei wirtschaftliche oder soziale Errungenschaften, kein Preußen, keine Kultur, keine Bildung, keine hoch sensitive Sprache, schlicht NICHTS; was man erwähnen könnte, was DIE DEUTSCHENin den vorhergegangenen 900 Jahren je ausgemacht hätte.
Ganz ehrlich, ich kann jeden Ausländer verstehen, der sich nicht hier integrieren will und nicht die deutsche „Staatsangehörigkeit“ (was immer das sein soll) annehmen möchte, denn wer will schon freiwillig zu einem Volk gehören, das sich selbst nicht ausstehen kann und sich ständig selbst feige bespuckt und besudelt, sich ununterbrochen selbst geißelt, sich mit Wonne in den Allerwertesten tritt und derart widerlich vor jedem und allen den kriecherischen Bückling macht, anstatt aufzustehen und für Freiheit, Wohlstand und die Demokratie zu kämpfen! Stattdessen verleugnen wir uns seit 1945!!!!
Klar, dass die meisten jungen Deutschen mit Niveau keinen Nachwuchs mehr zeugen wollen. Ich kann sie gut verstehen….! Dieses Volk ist restlos degeneriert!

Account gelöscht!

01.03.2012, 15:11 Uhr

Diesen Ausführungen kann ich mich nur noch anschließen.
Danke

Thomas-Melber-Stuttgart

01.03.2012, 17:08 Uhr

Sicher spricht Herr Gauck die Ereignisse der Zeit 1919-1921 und 1945-1948 an!

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