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24.11.2013

18:21 Uhr

Detlef Wetzel

Betriebsräte müssen bei Werkverträgen mehr Einfluss bekommen

Der designierte IG-Metall-Chef Detlef Wetzel will künftig verstärkt gegen den Missbrauch sogenannter Werkverträge in der Metall- und Elektroindustrie vorgehen.

Detlef Wetzel: „Mindestens zwei Klassen von Beschäftigten.“ dpa

Detlef Wetzel: „Mindestens zwei Klassen von Beschäftigten.“

„Es gibt keine Informations- und Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte bei Werkverträgen, das wollen wir ändern“, sagte der designierte IG-Metall-Chef Detlef Wetzel am Sonntag in Frankfurt am Main bei der Eröffnung eines zweitägigen Kongresses der Gewerkschaft. Zudem brauche es eine bessere Abgrenzung zwischen Werkverträgen und Leiharbeit.

Wetzel bekräftige angesichts der Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD seine Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro. In Deutschland gebe es „inzwischen mindestens zwei Klassen von Beschäftigten“, sagte er. Die einen profitierten von Leistungen wie Tariflöhnen und der Vertretung ihrer Interessen durch Betriebsräte. „Die Beschäftigten zweiter Klasse haben wenig von alledem“, kritisierte der Gewerkschafts-Vize. Diese arbeiteten unter Wert und in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Deshalb sei die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns „ein Muss“.

Die IG Metall entscheidet am Sonntag und Montag auf einem zweitägigen Kongress über ihre künftige Führung. Am Montag soll Gewerkschafts-Vize Wetzel zum neuen Vorsitzenden der mit über 2,3 Millionen Mitgliedern nach eigenen Angaben größten Einzelgewerkschaft der Welt gewählt werden. Er soll Berthold Huber ablösen, der seit Ende 2007 die Gewerkschaft führt. Am Sonntagnachmittag will SPD-Chef Sigmar Gabriel zu den 500 Delegierten sprechen, am Montag Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Von

afp

Kommentare (1)

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DINO

25.11.2013, 10:12 Uhr

Warum werden diese Machenschaften im Arbeitsrecht nicht verboten ?

Warum werden die durch ROT/GRÜN entzogenen notwendigen Leitplanken nicht wieder installiert ?

Dann würde man man u.a. auch eins feststellen, ein Mindestlohn wäre gar nicht nötig !

Diese "Unternehmen/Unternehmer" kommen mit diesen Freiheiten nicht klar !
Man drivtet zusehend ins 19. Jahrhundert ab !

Eine Frage, wo waren/sind die Gewerkschaften/Betriebsräte in den letzten Jahren ???

Ich habe beide Arbeitnehmer-Vertreter als stille Zuschauer in Erinnerung !

Diese Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen ist und wird noch Demokratiegefährdend für unser Land und Europa !

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