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11.01.2011

11:24 Uhr

Deutsche Bahn

Gezerre um Dividende gefährdet Investitionen

Nach dem Winterchaos wollen der reuige Bahnchef Grube und die Länder eine Investitionsoffensive starten - doch Verkehrsminister Ramsauer hat den Bahn-Gewinn im Sparpaket verplant. Grube muss die Quadratur des Kreises gelingen: mehr investieren, ohne den Gewinn zu schmälern.

Nach dem Winterchaos will die Bahn Milliarden in neue Züge und Reserven investieren - doch Verkehrsminister Ramsauer will die Bahn-Dividende nicht hergeben. dpa

Nach dem Winterchaos will die Bahn Milliarden in neue Züge und Reserven investieren - doch Verkehrsminister Ramsauer will die Bahn-Dividende nicht hergeben.

HB BERLIN. Alle wollen die Gewinne haben, keiner die Kosten tragen: Nach dem Winterchaos streiten Bund, Länder und Bahnchef Grube um die geplante Dividende in Höhe von einer halben Milliarde Euro. Verkehrsminister Ramsauer - und vor allem Bahnchef Grube - hatten am Montag ungewöhnlich deutlich das Versagen der Bahn im Winterchaos zugegeben und eine Investitionsoffensive angekündigt. Neue Züge sollten angeschafft und Reserven aufgebaut werden, damit es künftig keine Engpässe mehr gebe.

„Es ist kein Geheimnis: Die Infrastruktur der Bahn ist unterfinanziert“, sagte Grube. Die Bahn werde daher in fünf Jahren 44 Milliarden Euro investieren. Doch statt der eingeplanten 1,4 Milliarden Euro für Aus- und Neubau müssten es nach seinen Worten mindestens zwei Milliarden sein, wenn die Bahn mit dem prognostizierten Wachstum fertig werden wolle.

„Auf der Schiene regierten jahrelang Sparpolitik und Renditedruck“, sagte Ramsauer. Die Bahn habe Reserven abgebaut und Personal eingespart. Nun aber sei ein Kurswechsel eingeleitet.

Vollmundige Ankündigungen - Taten lässt Ramsauer bisher vermissen. Die Länder fordern, die Dividende in Züge und Netz zu reinvestieren. Doch der Verkehrsminister will den Bahn-Gewinn nicht hergeben: Das Finanzministerium hat die Erträge fest im Sparpaket verplant. Der Betrag stehe nicht zur Disposition, erklärte ein Sprecher.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) forderte am Dienstag, „die 500 Millionen Euro in eine Fahrzeugreserve, in bessere Sanierung und Wartung zu investieren". Da die bisherige Sparpolitik die Bahn an Grenzen geführt habe, müsse nun umgesteuert werden. Das hatten auch seine Länder-Kollegen bei ihrer Tagung am Montag gefordert.

Ramsauer wies dies zurück. „Ich muss mich auch an die politischen Rahmenbedingungen halten. Die Abführung der Bahn-Dividende ist Teil des Sparpakets“, sagte er. Es solle aber trotzdem in zusätzliche Kapazitäten investiert werden.

Kommentare (6)

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Augenlicht

11.01.2011, 12:38 Uhr

Früher gab es sogar beheizte Weichen, die nicht festfrieren konnten.

ReVerstaalichung

Mariana Mayer

11.01.2011, 12:56 Uhr

Ja, und ich habe die SW Prüfung dafür gemacht. Weil dafür braucht es informatik Spezialisten die ihr Handwerk verstehen.

Doch es gibt weit mehr als beheizbare Weichen die nicht umschalten, vielleicht: Es gibt sogar Rübenweichen. Die habe ich auch geprüft, in der Software.

Mariana Mayer

11.01.2011, 15:53 Uhr

Funktionieren die etwa in der Praxis nicht?

Sorry, die Evaluierung erfolgt nicht!

Warum erfolgt dies nicht diese Meldung: Ja oder Nein? , weil die bahn eigenverantwortlich die Verantwortung dafür übernommen hat oder muss und Träger der Entscheidung ist.

Das es im Zweifelsfalle kein Fehlermanagement gibt, ja als Leiharbeiter haben Sie da nichts zu sagen.

Meine Telefon wurde von aussen überwacht. erst nach 4 Jahren habe ich überhaupt erfahren, dass alle meine von aussen kommenden Telefonate über einen Abteilungsleiter abgewickelt wurden. Null Aussenkontakt, ohne dass ich es wusste.

Was merkwürdig ist? Leute die nichts konnten und gerade erst angefangen hatten, waren sofort am Apparat tätig und wurden sofort durchgestellt!

Wie kann es sein?

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