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16.06.2011

09:27 Uhr

Deutsche Universitäten

Ein Viertel der Studenten geht ohne Abschluss

Knapp ein Viertel der Studenten verlässt die Uni ohne einen Abschluss erlangt zu haben - das zeigt eine neue Statistik. Ob das Studium erfolgreich beendet wird, hängt nicht zuletzt mit den Zulassungsbedingungen zusammen.

Studierende im Hörsaal: Die Erfolgsquote variiert stark je nach Fachbereich. Quelle: dpa

Studierende im Hörsaal: Die Erfolgsquote variiert stark je nach Fachbereich.

WiesbadenFast ein Viertel aller Studenten in Deutschland bricht ihr Studium ohne einen Hochschulabschluss ab. 24 Prozent der Studenten, die 2000 ihre akademische Ausbildung begannen, hatten im Prüfungsjahr 2009 ihr Studium noch nicht oder ohne Abschluss beendet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. 76 Prozent aller Studenten schlossen ihr Erststudium in diesem Zeitraum dagegen erfolgreich ab.

Dabei variiert je nach Fachbereich die Erfolgsquote stark. So beendeten Studenten in Studiengängen mit strengen Zulassungsbeschränkungen oder Eignungsprüfungen ihre Ausbildung viel häufiger als Studenten, die in überwiegend zulassungsfreien Fachbereichen eingeschrieben waren.

Fast 95 Prozent der Medizinstudenten waren laut Statistik in ihrem Erststudium erfolgreich, gefolgt von Veterinärmedizinern (89 Prozent), Kunstwissenschaftlern und Kunststudenten (87 Prozent) und Sportstudenten (82 Prozent).

Die niedrigsten Erfolgsquoten erzielten dagegen Studenten der Mathematik und Naturwissenschaften (66 Prozent) sowie der Sprach- und Kulturwissenschaften (69 Prozent). Im Mittelfeld landeten Studenten der Ingenieurwissenschaften (73 Prozent), der Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften (77 Prozent) und der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (80 Prozent).

 

Von

dapd

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

16.06.2011, 11:33 Uhr

Das zeigt eigentlich sehr deutlich, dass ein gewisser Druck nicht schadet.
2000 ein Studium beginnen und 2009 noch nicht fertig sein, zeigt nicht gerade viel Ehrgeiz des Studierenden
Offenbar geht es einigen zu gut. Man jobt lieber, aber nicht, weil man das Geld fürs Studium braucht, sondern weil schon Studenten heutzutage leben wie Mittdreiziger, die seit Jahren im Beruf stehen.
Mehr Bescheidenheit wäre angebracht, Ehrgeiz, schnell fertig zu werden.
All das aber wird schon nicht in den Schulen vermittelt, in Elternhäusern z. T. auch nicht mehr.
Meine Eltern hätten mir gehörig hinten rein getreten wenn ich nicht flott alles gemacht hätte und ich hätte es mit meinem Sohn genau so gemacht.
Brauchte ich aber Gott sei Dank nicht
Wir ziehen uns immer mehr Halbgebildete und Nichtskönner ran, Der hartz IV-Nachschub blüht, weil schon in den Schulen jede Ordnung und Disziplin fehlt.
Wie viele Studien braucht es eigentlich noch, bis unsere Politiker aufwachen?

Account gelöscht!

16.06.2011, 11:35 Uhr

Ach das hatte ich noch vergessen.
Diese ganzen Studienabbrecher und Bummelstudenten können dann ja in die Politik gehen, wie wir sie ja teilweise schon im Bundestag haben.
Um Politiker zu werden, bestens zu verdienen, braucht man ja bekanntlich keinerlei Qualifikation.
Der Bundestag ist ja ohnehin zum Tummelplatz für solche verkrachten Existenzen geworden, da kommt es auf ein paar mehr auch nicht an

Account gelöscht!

16.06.2011, 13:00 Uhr

Die Ursachen sind recht leicht zu finden, zumeist haben die Eltern versagt: Strebsamkeit, Kontinuität, Durchsetzungsfähigkeit(vor allem sich selbst gegenüber) und Gründlichkeit müssen einem die Eltern vorleben. Die Schule ist als Reparaturbetrieb schon deshalb ungeeignet, weil sie viel zu spät ansetzt.

Mir läuft eine erschreckende Zahl junger Leute über den Weg, die noch mit 18 keinerlei Lebensplanung haben. Da wird dann ohne gründliche Vorbereitung und Recherche irgendeine Ausbildung angefangen. Praktika während der Schulzeit? In den Ferien gibt's doch viel Wichtigeres zu tun! Kein Wunder, dass so viele ihr Studium aufgeben.

Übrigens: Ist die Abbrecherquote in den Ingenieurwissenschaften wirklich so gering? So weit ich den Überblick habe, hat noch nicht mal die Hälfte meines Jahrgangs bis zum Ende durchgehalten. Viele sind allerdings an die Fachhochschule gewechselt, weil sie den Anforderungen der TH nicht gewachsen waren.

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