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16.11.2011

17:20 Uhr

Deutscher Handelskongress

„Außer Rand und Band geratene Finanzmärkte“

VonSilke Kersting

Auf dem Deutschen Handelskongress war die Krise der Finanzmärkte beherrschendes Thema. Kanzlerin Merkel forderte, die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weltweit zu verankern.

Angela Merkel spricht auf dem 11. Deutschen Handelskongress. Die Kanzlerin will die deutschen Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weltweit verankern. dapd

Angela Merkel spricht auf dem 11. Deutschen Handelskongress. Die Kanzlerin will die deutschen Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weltweit verankern.

BerlinDie Krise an den Finanzmärkten ist auch auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin ein beherrschendes Thema. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte in ihrer Rede „eine bessere Regulierung“ der Branche. Sie könne nachvollziehen, dass die Menschen angesichts von „völlig außer Rand und Band geratener Finanzmärkte“ irritiert seien.

Wenn die Finanzmärkte zusammenbrächen, hätte das auch für die Realwirtschaft massive Folgen. Eine deutsche oder europäische Lösung sei allerdings nicht ausreichend, sagte die Kanzlerin. Die große Herausforderung sei, diese Regulierung global anzugehen. Sie plädierte dafür, die deutschen Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weltweit zu verankern. „Dazu brauchen wir Europa: Wenn wir uns in Europa nicht zusammenschließen, dann werden wir auf den Weltmärkten relativ verloren sein.“

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Der Präsident des Handelsverbandes (HDE), Josef Sanktjohanser, hatte zuvor von einem „exzessiven Treiben von Teilen der Finanzmärkte“ gesprochen. Er forderte die Trennung von Investmentbanken und Kreditinstituten. Nur so sei eine anhaltend gute Kreditversorgung möglich. Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland sei gut. Gleichwohl, so Sanktjohanser, befürchteten Unternehmen eine Eintrübung ihrer Geschäfte durch die Finanzmarktkrise.

Die Bundeskanzlerin bekannte sich zur Haushaltskonsolidierung, forderte das aber auch von den anderen EU-Ländern: „Wenn wir uns nicht daran gewöhnen, alle gemeinsam Regeln einzuhalten, dann wird der Euro weiter Schwierigkeiten machen“, sagte Merkel. „Wir müssen uns dauerhaft verpflichten, solide zu wirtschaften.“

Kommentare (15)

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j.v.

16.11.2011, 18:00 Uhr

merkel ist in einer zentraalen planwirtschaft aufgewachsen und in einem pfarrhaus und der DDR sozialisiert: sie spricht von der marktwirtschaft wie der blinde vom licht.
die CDU ist eine sozialistische partei geworden mit dem motto gleichheit statt freiheit. deshalb kann es auch mit der FDP nicht klappen. aber hauptsache man bleibt mit rot und grün koalitionsfähig. ich hoffe die wähler machenihr einen strich durch die rechnung

Account gelöscht!

16.11.2011, 18:01 Uhr

Egal wo sie ist, unsere Bundestruse wird nicht müde, das große Europa zu propagieren. Egal, ob Brüssel schon die EZB zum großen Gelddruck vorbereitet, der Franzmann nun auch Stütze will oder er gar davon spricht, dass es ungerecht sei, wenn er mehr Zinsen zahlen müsse als wir. Diese Frau ist einfach von allen guten Geistern verlassen und blind wie ein Fisch.

sterbende_demokratie

16.11.2011, 18:05 Uhr

Zitat:
"Kanzlerin Merkel forderte, die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft weltweit zu verankern."

Nimmt die jetzt Drogen oder was?
Nicht mal in der EUdSSR etwas zum Wohle Deutschlands durchgedrückt bekommen, sich aber als Weltverbesserer aufspielen wollen!

Dabei zeigt doch gerade Ihre Rettungs(Fall)schirm-Politik das sie nichts, aber auch überhaupt nichts von Marktwirtschaft versteht!

Frau Merkel -Sie sind Deutschland verpflichtet, nicht einem Brüsseler Diktaturklub und erst recht nicht dem Rest der Welt.

Wann geht das eigentlich mal in ihren Ossikopf!

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