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25.12.2011

14:01 Uhr

Deutscher Mieterbund

Gebäudesanierung wird für Mieter zu teuer

Der Deutsche Mieterbund sieht „unerträgliche soziale Belastungen“ durch die Kostenbeteiligung für energetische Gebäudesanierung. Elf Prozent der Ausgaben können Hauseigentümer pro Jahr auf ihre Mieter umlegen.

Ein Arbeiter montiert eine Styroporplatte zur Wärmedämmung an eine Hausfassade. dpa

Ein Arbeiter montiert eine Styroporplatte zur Wärmedämmung an eine Hausfassade.

BerlinDie Kosten für die energetische Gebäudesanierung müssen nach Ansicht des Deutschen Mieterbunds fair zwischen Vermietern, Mietern und Staat aufgeteilt werden. „Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe, an der alle ein Interesse haben“, sagte der Präsident des Deutschen Mieterbunds, Franz-Georg Rips.

Rips erinnerte daran, dass derzeit vor allem die Mieter belastet würden. „Denn derzeit können Vermieter elf Prozent der Kosten pro Jahr auf die Mieter umlegen. Das führt da, wo Wohnungsknappheit herrscht, zu unerträglichen sozialen Belastungen durch die Miete.“

Zur Verdeutlichung rechnet Rips vor: „Wer beispielsweise 20.000 Euro für die Gebäudesanierung investiert, kann die Miete im Jahr um 2200 Euro erhöhen.“ Nach seinen Worten gibt es daher dringenden Handlungsbedarf: Die 11-Prozent-Regelung sollte ersatzlos entfallen, forderte Rips. Stattdessen sollten Vermieter im Rahmen der Vergleichsmiete die Miete erhöhen dürfen, etwa mit Zuschlägen. Mietspiegel müssten dann die Preise auch abhängig von der Energieeffizienz des Gebäudes ausweisen.

Der Vertreter der Mieterlobby erwartet im kommenden Jahr zudem eine Zunahme der Konflikte bei der Gebäudesanierung. „Die Abgrenzung von Instandhaltungskosten, die Sache des Vermieters sind, und Kosten für die Modernisierung wird schwieriger werden“, betonte Rips. Und das werde 2012 zu deutlich mehr und härteren Auseinandersetzungen vor Gericht führen, prophezeite er. „Hauptstreitpunkt wird aber das Thema Nebenkosten bleiben.

Von

dpa

Kommentare (18)

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Mietnomade

25.12.2011, 14:29 Uhr

Ja dann sollten aber die Vermieter die Steuervorteile die sie jahrelang erhalten haben z.B. 10 e, Afa. etc. nicht auf dem Ballermann versaufen sondern in die Immobilie stecken! Die Vermieter vermieten teils Wohnklos und bekommen Steuervorteile, dürfen jetzt auch noch die Sanierung auf die Mieten umlegen, dürfen ständig die Mieten erhöhen und Mietwucher ist auch keine Seltenheit.

Deutschland ist und war nie gerecht, dass wissen die eigenen Bürger und mittlerweile wieder die Europäer! Selbst die die uns damals geholfen haben, fallen wir in den Rücken, wie z.B. die USA! Ich traue unserem Volk nicht, da durch Propaganda, wie damals vor dem 2.WK plötzlich aus Nachbarn, Menschen Sterne tragen mussten, etc.. Wie kommt so etwas?

heinrich

25.12.2011, 14:55 Uhr

Soso, die bösen Vermieter. Zahlen SIE eigentlich Steuern, d.h. tragen Sie persönlich zum Gemeinwohl bei? Vermutlich nicht, sonst würden Sie nicht diesen Unsinn daherreden.
Vermutlich sind Sie Mitglied eines Mietervereins, von denen nichts als Hetze kommt, anstatt Sachkenntnis.

Ich empfehle Ihnen: Hart arbeiten, gut verdienen, einen Großteil (mindestens ein Drittel) Ihres Lohnes als Steuern zahlen, und eine Immobilie kaufen. Auf diese Weise werden Sie eine Menge lernen. Danach dürfen Sie sich erneut zu diesem Thema äußern !

Vandale

25.12.2011, 15:19 Uhr

Gem. der ENEV (Wärmeschutzverordnung) müssen neue Häuser gedämmt werden wie es in einer Polarregion angemessen wäre. Damit möchte man CO2 Emissionen einsparen.

Andererseits spricht die Regierungspropaganda von einer CO2 induzierten Klimaerwärmung. Der Verbrauch fossiler Brennstoffe steigt weltweit schnell und so müsste sich gem. dieser eigentlich abwegigen Theorie das Klima hierzulande hin zu einem Klima wie in Norditalien entwickeln.

Beides steht im Widerspruch zueinander.

Möglicherweise handelt es sich um einen Lobbyismus einiger Anbieter in Verbindung mit sehr empfänglichen Politikern zulasten der Allgemeinheit.

Vandale

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